Episode 13

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Der Engel im System
Magi 2.jpg
Allgemeines
Episoden-Nr.

13

800px-Flag of Japan.svg.png Erstausstrahlung

27. Dezember 1995

Originaltitel

使徒、侵入 (Shitō, shin'nyū)

Zweiter Titel

'

Englischer Titel

Lilliputian Hitcher

Regie
Autor

Hideaki Anno

Szenenbuch
Handlung
Hauptcharaktere
Engel

Iruel

Handlungsorte

NERV-Hauptquartier

Kontext
Vorherige Episode

Episode 12

Nachfolgende Episode

Episode 14

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Bereits bei den vorherigen Engeln waren Strategie, Taktik und der sprichwörtliche "Kühle Kopf" unverzichtbar.

Dies wird nun noch extremer: Engel Iruel nämlich kann nicht wie gewohnt mit "Fäusten" und konventionellen Waffen gestoppt werden. Vielsagenderweise ist es nun die taktische Offizierin und wissenschaftliche Leiterin Ritsuko Akagi, die auf ihre Art und mit ihren Mitteln alle Register ziehen muss, um ihre Mitstreiter - und damit letzten Endes die ganze Menschheit - zu schützen und zu retten.

Schlimmer noch: Iruel sucht sich als Schauplatz und Schlachtfeld die MAGI-Einheiten, die für Ritsuko nicht weniger als die buchstäbliche Verkörperung ihrer Mutter darstellen...


Zusammenfassung[Bearbeiten]

Es herrscht ein wenig Chaos in den Kontrollräumen von NERV. Kabelsalat und Aktensalat geben sich die Hand. Routinetest sollen und müssen an Piloten und Kampfeinheiten durchgeführt werden. Dazu gibt es eine so genannte Pribnow Box, ein Wasserbecken mit Evangelion-Testkörpern. Dabei muss alles reibungslos vonstatten gehen, sonst macht Commander Ikari allen "die Hölle heiß". (Misato kreuzt auch auf und trinkt ungefragt aus Ritsukos Kaffeepott. Diese revanchiert sich, indem sie behauptet, er stehe schon seit gestern da.) Dass wegen baulichem Termindruck und Engelsgefechten ganze Ariale baufällig sind, ist da nicht unbedingt hilfreich - und für Ritsuko durchaus ärgerlich, wenn auch selbstverständlich kein Abbruchgrund.

Misato bewundert denn auch Ritsuko für ihre terminliche Pünktlichkeit; allerdings weniger für ihre Wortkargheit in persönlichen Dingen. So wusste Misato, etwas zu ihrem Ärgernis, auch nichts davon, dass Ritsukos Mutter die wahre Erschafferin der MAGI ist.

Noch etwas mehr zum Ärgernis gereicht es Asuka (die sich mal wieder als einzige traut, den Mund aufzumachen), dass alle Children bei den Testungen splitterfasernackt zubringen müssen, da "Duschen und frische Klamotten nicht reichen". Die Kameras seien zwar aus, wird ihnen "versichert" (=vorgelogen, denn die rote Minilampe geht schon in der Schleuse genau passend an!). In den Entry Plugs werden die drei auch passend als "Subjekte" tituliert. Die Children sitzen also in den Test-Evas in der so genannten Pribnow-Box, diese ist gefüllt mit tiefblauem Wasser. Die Testung selber scheint zunächst nur so lala zu verlaufen. Shinji meint, es sei irgendwie anders als sonst, Asuka ist die Hand taub. Als dann Rei sich auf eine Handbewegung fokussieren soll, sieht die Entsprechung des Test-Evas nur sehr zaghaft aus.

Plötzlich beginnt sich eine Art Kontamination auszubreiten. Ritsuko will daher abbrechen. Da sich die Verseuchung über die Wände ausbreitet, sendet Ritsuko auch Drohnen aus, die mit Lasern bewaffnet sind (“Polysomen”). Sie begeben sich an die Wandbeschädigung im Becken in Lauerstellung.

Rei schreit. Ihr Test-Eva verkrampft und steht nun – buchstäblich – mit dem Rücken zur Wand. Dann hebt er die Hand und scheint den glasbewehrten Kontrollraum angreifen zu wollen. (Misato, die in Episode 12 die Schlacht gegen Sahaquiel befehligte, steht da gerade an der Scheibe.) Der Arm wird per Notfallhebel abgesprengt. Rei scheint noch ok zu sein; dennoch müssen die Children schleunigst raus. Ihre Entries werden wie ein Schleudersitz nach oben aus dem Becken geschossen und die Luke geschlossen.

Die Korrosion will derweil nun ins Wasserbecken. Die Drohnen schießen – jedoch, ein wabenstrukturiertes AT-Feld erscheint. Der Bluttyp ist indes blau: Ein Engel! Der Engel Iruel... Ganz automatisch geht da der Alarm los.

Fuyutsuki ist – freundlich ausgedrückt – äußerst ungehalten, dass das passiert ist. Gendo kommt inzwischen auf die Brücke.

Iruel hat sich nun im gesamten Becken breit gemacht. Das Panzerglas ist drauf und dran, zu bersten. Misato befiehlt die Evakuation und muss dazu Ristuko aus der Schockstarre holen. (Diese hat das in der Animegeschichte oft verwendete gesenkte Gesicht wie Asuka in Episode 22 vor der Badewanne.)

Gendo befiehlt die Beendigung des Alarms. Man solle SEELE sagen, es sei ein “Fehler im Alarmsystem”. Zum Entsetzen der Brückencrew will er im Notfall sowohl die Geofront als auch die Evas 00 und 02 opfern. Alle Evas sollen auch ohne Children an die Oberfläche, angefangen mit 01, der absolute Priorität besitzt. Auf keinen Fall dürfen die Evas verseucht werden.

Kaji taucht unterdessen auch (klammheimlich) auf.

Auf der Brücke versucht man derweil, den Engel mit Ozon zu vergiften. Allerdings passt er sich sofort an – und schlimmer: Er fährt eine Gegenattacke und schickt sich nun an, von der Pribnow-Box aus das MAGI-System buchstäblich zu verschlingen. Firewalls und Köder-Ports ignoriert er einfach. Anfangs meint das NERV-Team, ein menschlicher Hacker von außen wäre der Unruhestifter, jedoch werden sie schnell eines Besseren belehrt: Es ist Engel Iruel in leibhaftiger Gestalt, dabei blitzschnell anpassungsfähig. Davon macht er Gebrauch und formt sich zu einer Art Computer mit gelbleuchtenden Schaltkreisen. Sowohl eine Trennung von den MAGI als auch eine Abschaltung unterbindet er. Als er Melchior verschluckt und versucht, eine Selbstzerstörung zu starten, kommt Ritsuko die rettende Idee: Da er nur Softwarezugriff hat, lässt sie die Hardware maximal runtertakten – dadurch hat man nun zwei Stunden Galgenfrist...

Die Kommandantur bespricht das weitere Vorgehen: Iruel scheint ein dezentraler Schwarmorganismus zu sein. Jede virusgroße Zelle passt sich individuell an und stimmt dies mit den anderen ab – in Sekundenschnelle.

Künstliche Evolution vom feinsten: Nicht durch nachträgliche Selektion des Unangepassten, sondern durch sofortiges aktives Anpassen!

Misato sieht nur den Ausweg, MAGI (und damit wohl das HQ) zu zerstören, Ritsuko aber will genau dies verhindern. Wenn ein einziger Partikel wie ein Minicomputer umprogrammiert würde, müsste dies schnell den ganzen Organismus verseuchen. Dazu muss auch Casper erstmal geopfert werden, um dann den Spieß umzudrehen, was natürlich nicht wirklich ohne Hochrisiko geschehen kann. Abermals wird das D-Klasse-Personal evakuiert. Ritsuko, ab hier mit Brille, öffnet – im wahrsten Sinn des Wortes – die Eingeweihde der MAGI; denn die Rohre und Kabel des mehrere Kubikmeter umfassenden Pfropfen, der an die Oberfläche gehoben wird, sehen wirklich so aus. Sie krabbelt nach innen: Überall Klebezettel, offensichtlich von ihrer Mutter Naoko Akagi. "Ikari, du gottverdammter Idiot!" heißt es vielsagend auf einem.

MAGI wird nun verdrahtet und verkabelt was das Zeug hält. Das Chaos ähnelt jenem des Episodenanfangs. Fast wirken all die zusätzlichen Geräte wie ein On-Life-Support, im wahrsten Sinne des Wortes. Maya sitzt etwas unbequem inmitten des Durcheinanders und tippt bierernst auf einer Art Tablet, jedoch mit physikalischen Tasten - ein sogenanntes "Direkteingabe-Terminal". (Hintergründig hört man ein Bohren fast wie im Zahntechniklabor.)
In den "Innereien" Caspers kauern indes Misato und Ritsuko. Erstere will letztere dazu bewegen, sich etwas mehr zu öffnen und über Studienzeit und MAGI zu reden, aber letztere klempnert nur mit Hammer und Schraubschlüssel vor sich hin und gibt Geräteanweisungen wie ein Chirurg. Schließlich aber erzählt Ritsuko doch etwas aus dem Nähkästchen:

Der sog. "Persönlichkeits-Transfer", der auch bei den Evas zum Einsatz gekommen ist, wurde eigentlich für die MAGI-Einheiten entwickelt. Man wollte keine separate Testperson rekrutieren und hat sich schlicht Naoko Akagis Presönlichkeit bedient - und möglicherweise nicht nur dies, denn:

"Man könnte sagen, dass meine Mutter in den Gehirnen der MAGI weiterlebt."

(Die Frage ist freilich, wie wörtlich diese Aussage genommen werden muss...)
Schon längst hat Ritsuko da den metallenen Gehirnbehälter Caspers unter Funken aufgesägt. Man sieht nun ein rautenförmiges Loch - rautenförmig wie Ritsukos dunkelrosane Ohrstecker! Darunter prangt tatsächlich ein "biologisch-humanoid" aussehendes Gehirn mit mehreren vorgefertigten Löchern. Eines davon muss auch gleich für eine Verbindung "herhalten". Ritsuko behauptet unterdessen, dies alles sei nicht der Grund warum sie gegen eine Zerstörung war, da sie ihre Mutter nie besonders gemocht hat. Es habe vielmehr "wissenschaftliche Gründe" gehabt...

Engel Iruel ist fast am Ziel. Er ist kurz davor, auch noch Casper vollends aufzufressen. Die Selbstzerstörung hat er schon eingeleitet. Ritsuko bleiben 20 Sekunden. Die roboterhafte Ansagestimme des HQ zählt den Countdown herunter. Im wahrsten Sinn des Wortes hackt Ritsuko mit Iruel um die Wette. Ihre Brillengläser spiegeln den Bildschirm des Direkteingabe-Terminals wider, dadurch sieht man ihre Augen nicht - wie oft bei Gendo!
Fast nebenbei (und definitiv auch wieder etwas angeberisch) beruhigt sie die panisch werdende Misato, dass sie "eine Sekunde Vorsprung" habe - und "nicht -1 und nicht 0!". (Man sieht wieder etwas ihre Augen.) Maya hatte draußen gleichzeitig auf ihrem Terminal mitgetippt. Auf Ritsukos Befehl hin drücken beide gleichzeitig - in buchstäblich letzter Sekunde! - Enter.
Alles hält die Luft an - teils bei offener Kinnlade. Und dann...

"Selbstzerstörungssequenz wurde auf einstimmigen Beschluss abgebrochen!" - lässt die blecherne Ansage verlautbaren. Shigeru und Makoto freuen sich sichtlich und hörbar, und auch Subcommander Fuyu ist erleichtert. Maya steht schier die Freude ins Gesicht geschrieben.

Ristuko unterdessen muss nun ihre Schutzmaske fallen lassen. Erschöpft sackt sie mit Schweiß im Gesicht nach hinten weg, ihre Augen verschwinden wieder hinter den Brillengläsern...

Die Children haben indes die ganze Zeit über in ihren Entry Plugs gekauert, freilich splitternackt. Sie befanden sich an der Oberfäche in einem See zwischen Nadelbäumen (derselbe See wie später in EoE?). Asuka beschwert sich lautstark: Sie werde ihren Plug "ohne Bademantel" nicht verlassen.

"Ich bin etwas erschöpft. Ich werde langsam alt!" meint Ritsuko, die nun etwas wie der sprichwörtliche sterbende Schwan auf einem Stuhl kauert. Misato baut sie aber etwas auf und lobt sie für die perfekte Zeiteinhaltung - und damit die Rettung der ganzen Crew. Und diesmal bringt sie ihrer alten Studienkollegin einen separaten Kaffeekrug. "Du machst den lausigsten Kaffee der Welt. Aber jetzt schmeckt er mir!" - meint Ritsuko etwas näckisch, und Misato findet's nicht so lustig.

Dann erklärt Ritsuko das geistige Innenleben der MAGI:

Naoko die Wissenschaftlerin, Naoko die Mutter und Naoko die Frau - alle kämpfen in der MAGI um die Vorherrschaft - denn Naoko wollte menschliche Dilemmas erzeugen!

"Eine Mutter werde ich wohl nie sein. Ich verstehe diesen Teil darum am wenigsten. Als Wissenschaftlerin respektiere ich sie über alle Maßen. Als Frau dagegen habe ich sie wahrscheinlich sogar gehasst..." Diese Worte sprechen wohl für sich selbst.

Und ein weiteres "obligatorisches Foreshadowing" erfolgt: Casper habe sich, so Ritsuko, deshalb so sehr gegen den Übergriff gewehrt, weil er "Naoko als Frau" darstelle. Dies verleiht dem traditionellen "Fortsetzung folgt" am Episodenende eine besondere Wirkung...

Ausführlicher Inhalt[Bearbeiten]

[...]


„Neon Genesis Evangelion“-Episoden
01: Angriff der Engel | 02: Das Ungeheuer | 03: Ein neuer Schüler | 04: Das Stachelschwein-Dilemma | 05: Rei I
06: Rei II | 07: Menschenwerk | 08: Asuka schlägt zu! | 09: Wer nicht tanzt der nicht gewinnt | 10: Magmataucher
11: Der Tag, als Tokio-3 still stand | 12: Der Preis eines Wunders | 13: Der Engel im System | 14: SEELE: Thron der Seelen
15: Lüge und Verschweigen | 16: Zwischen Leben und Tod | 17: Fourth CHILD | 18: Im Zwiespalt | 19: Introjektion
20: Essenz der Seele | 21: Die Geburt von NERV | 22: Psycho-Attacke | 23: Rei III - Tränen
24: Anfang und Ende - Der Letzte Botschafter | 25: Liebst du mich? | 26: Sei gut zu dir selbst
End of Evangelion
25: Air | 26: My Purest Heart for You