Rei Ayanami

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Rei Ayanami
Rei Ayanami
Personendaten
Geburtsdatum unbekannt
Alter 14
Blutgruppe unbekannt
Sonstiges
Organisation [[{{{Gruppe}}}]]
NERV-Bezeichnung First Children
Zugewiesener EVA EVA-00
Erstes Auftreten Episode 01
Darstellung
Deutsche Synchronstimme Marie Bierstedt
Seiyū Megumi Hayashibara

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Rei Ayanami (綾波レイ Ayanami Rei) ist das First Children und Pilotin von EVA-00.

Charakterbeschreibung[Bearbeiten]

Eine in jeder Hinsicht außergewöhnliche Stellung nimmt Rei Ayanami, das erste der Children und Pilotin der EVA-Unit 00, ein. Dies verdeutlicht sich schon allein durch die Tatsache, dass sämtliche ihrer biographischen Daten gelöscht worden sind, und man weder weiß, wo sie herkommt, noch wer ihre Eltern sind.

Denn sie hat keine Eltern. Sie kommt, da sie ein Klon aus Komponenten von Shinjis Mutter Yui Ikari und dem zweiten Engel Lilith ist, aus dem Reagenzglas und wuchs in einem technokratisch kalten Laborraum auf. Zum Zeitpunkt der Handlung lebt sie in einem kahlen düsteren Appartement in einem abgelegenen Stadtteil von Neo Tokyo-3.

Rei ist noch verschlossener als Shinji. Sie zeigt in den seltensten Fällen Emotionen, und stets ist ihr Gesichtsausdruck steinern. Wenn sie einmal überhaupt redet, sind es kurze lakonische Phrasen mit roboterhaft monotoner Stimme.

Allein Shinjis Vater Gendo Ikari vermag sie sich zu öffnen (und er sich ihr). So kommt es in der Serie mehrmals zu grotesk unbeschwertem Umgang zwischen den beiden, wobei sogar gelacht wird, während sie sich Shinji nur allmählich öffnet. Zu Gendo nämlich hat sie ein janusköpfiges Verhältnis: Einerseits fühlt sie sich zu ihm hingezogen, da er sie „erschaffen“ und ihr einmal das Leben gerettet hat, andererseits hasst auch sie ihn abgrundtief, da er sie nur für die Ziele seiner Organisation und seine ureigensten Zwecke ausnutzt. Denn sie ist, da in ihrem Körper die Seele Liliths haust, fester, ja wesentlicher und zentraler Bestandteil des so genannten Human Instrumentality Project, bei dem SEELE die Menschheit auf die nächsthöhere Evolutionsstufe heben will, indem sie alle Seelen miteinander verschmilzt und so die Spezies „Mensch“ zu einer gottgleichen Existenz werden lässt. In ihren Körper würde dann der Embryo Adams gepflanzt, bevor sie mit der „großen“ Lilith refusioniert und durch die Vereinigung Adams und Liliths, der beiden Ahnen der Menschheit, den Third Impact, also die Verschmelzung aller menschlichen Seelen, auslöst (so geschieht es dann in The End of Evangelion, dem alternativen kineastischen Ende der TV-Serie). Sie hat mehr Kenntnisse über den Optimierungsplan als alle NERV-Mitarbeiter zusammen.

Klone von Rei

Ihr Körper ist austauschbar. Ein ganzes Dutzend Klone befindet sich inaktiv in der Nährflüssigkeit LCL gelagert und brauchen bei Bedarf, falls ein Rei-Klon im Kampfe umkommen sollte, nur mittels Beseelung aktiviert werden. Erst als Ritsuko Akagi, die leitende Wissenschaftlerin, die Klone vernichtet, wird Rei ein ebenso einmaliges Individuum wie die anderen und wird sich dessen auch bewusst.

Der erste Rei-Klon verstarb bereits im Alter von vier Jahren, indem er von Naoko Akagi, Ritsukos Mutter, erwürgt wurde. Der zweite Klon stirbt bei einer Selbstzerstörung des EVA-00 in Episode 23, initiiert von Rei, um Shinji im Kampf das Leben zu retten, denn zu diesem Zeitpunkt hatte sie sich ihm schon sehr weit geöffnet.

In Episode 24 vermag sie ein AT-Feld gegen Tabris zu generieren, da sie zu diesem Zeitpunkt die Seele Liliths vollständig in ihrem Körper inne hat.

Realitätsbezüge[Bearbeiten]

Die Ayanami aus dem Zweiten Weltkrieg

Ihr Vorname „Rei“ heißt soviel wie „Geist“ (das Hellblau ihrer Haare korrespondiert mit den Farbzuordnungen der asiatischen Elementenlehre, wo der Geist durch hellblau symbolisiert wird) oder „Null“ (EVA-Unit 00).

Die „Ayanami“ war ein japanischer Typ-II-Zerstörer der Fubuki-Klasse im Zweiten Weltkrieg.

Zitate[Bearbeiten]

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Nur weil die Menschen die Dunkelheit so sehr fürchten, waren sie im Stande, das Feuer zu zähmen.
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Rei in Episode 11: Der Tag, als Tokio-3 still stand
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Berge … Gewaltige Berge. Veränderlich nur durch das Verrinnen der Zeit. Himmel … Blauer Himmel. Zu sehen nur da, wo nichts zu sehen ist. Sonne … Die eine und einzige. Wasser … Klar und angenehm. Commander Ikari? Blumen … So viele sind gleich. So viele sind unnütz. Himmel … Roter Himmel. Die Farbe Rot. Die Farbe, die ich hasse. Die strömende Flüssigkeit … Blut … Ein Geruch von Blut. Eine Frau, die nicht blutet. Aus der roten Erde geformt wurde der Mensch. Zu Mann und Frau geformt wurde der Mensch. Die Stadt … Menschenwerk. EVA … Menschenwerk. Doch was ist der Mensch? Ist er ein Werk Gottes? Der Mensch selbst ist des Menschen Werk. Mein Leben und mein Denken gehören mir. Ich bin das Gefäß meines Geistes, der Entry-Plug. Der Thron der Seele. Wer ist das? Das bin ich. Wer bin ich? Was bin ich? Ich bin ich. Ich bin das, was vorhanden ist. Das Bild, nach dem ich geformt wurde. Ich bin das, was man sieht, doch spüre ich, dass das nicht ich bin. Ein merkwürdiges Gefühl … Mein Körper scheint zu zerfließen. Ich erkenne mich selbst nicht mehr. Meine Gestalt verblasst. Ich spüre die Gegenwart von jemanden, der nicht ich ist. Wer ist das? Wer ist noch da? Shinji … Ich kenne ihn. Major Katsuragi. Dr. Akagi. Die anderen aus meiner Klasse. Die Pilotin von Einheit 02. Commander Ikari. Wer bist du? Wer bist du? Wer bist du?

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Reis innerer Monolog in Episode 14: SEELE: „Thron der Seelen“


Vermutungen[Bearbeiten]

Achtung, Theorie! Theorie

Der folgende Abschnitt beschreibt umstrittene oder nicht abschließend geklärte Sachverhalte und gibt die Meinung des/der Autoren wieder.

Asperger-Autismus?[Bearbeiten]

Rei leidet höchstwahrscheinlich an einer Autismusspektrumsstörung bzw. dem Asperger-Syndrom. Diese manifestiert sich vor allem durch Beeinträchtigungen im sozialen Bereich, der (nonverbalen) Kommunikation, und dem Leben in der eigenen Gedankenwelt.

Bereits in Episode 5 wird durch Tojis, Kensukes und Shinjis Gespräch in direkter Charakterisierung auf Reis autistische Symptome aufmerksam gemacht:

Shinji: "Ich hab mich nur gefragt, warum sie immer allein ist."
Toji: "Ja, das stimmt. Hier auf der Schule hat sie noch nie irgendwelche Freunde gehabt."
Kensuke: "Sie sagt auch nie was. Sitzt immer stumm da."
Toji: "Vielleicht ist sie ja ein bisschen zurückgeblieben."

Gerade Tojis letzte Aussage beschreibt sehr gut die äußerlichen Defizite eines autistischen Menschen, der aber des öfteren mit einer überdurchschnittlichen Intelligenz ausgestattet, eher geringe Probleme mit der unterrichtsstofflichen Seite der Schule hat. Dies zeigt sich in ebenfalls direkter Charakterisierung in Reis und Gendos Gespräch aus Episode 17, in der er sie nach ihrem schulischen Stand fragt und sie versichert, dass es keine Probleme gäbe. Auch ihre philosophische Gedankenwelt (siehe beispielsweise Episode 14) lässt auf eine eher hohe und keinesfalls kognitive Beeinträchtigung schließen, wie es durch ihren kommunikativen Mangel von außen betrachtet erscheinen kann.

Da die Ursache des Autismus neurologischer (wahrscheinlich auch genetischer) Natur entstammt, kann eventuell davon ausgegangen werden, dass dieser während des Klonungsprozesses absichtlich in Reis genetischer Veranlagung aufgenommen wurde, um einen vermindert affektiven Piloten für die Steuerung der Evangelion zur Verfügung zu haben.

Hospitalismus?[Bearbeiten]

Ein Hospitalismus kann entstehen, wenn eine Person längere Zeit isoliert in einem Krankenhaus ("Hospital") oder Heim zubringen muss, also einen Reizmangel erfahren hat bzw. nur unpersönlich behandelt wurde. Dies kann auch in Familien passieren, wenn die Eltern den ganzen Tag berufstätig sind oder selbst emotional kalt und dem Kind zuwendig liebevolle Zuwendung geben, es sich isoliert fühlt. Da Rei, die ohnehin keine leiblichen Eltern hat, in einem technokratisch kalten Laborraum aufwachsen musste und nunmehr in einer tristen schäbigen Einzelwohnung dahin vegetiert, passt auch der Hospitalismus auf sie.


Achtung, Interpretation! Interpretation

Der folgende Abschnitt beschreibt nicht allgemein anerkannte Interpretationen und gibt die Meinung des/der Autoren wieder.


Seitenhieb auf den Buddhismus?[Bearbeiten]

Reis Charakterzüge und ihr Schicksal in der Serie weisen Analogien zur buddhistischen Weltvorstellung auf: Der Buddhismus glaubt, in Kontinuität zum Hinduismus, an die Wiedergeburt. Dies gehe aber nicht einfach durch bloße Reinkarnation der Seele in einen neuen Körper von Statten. Vielmehr sammelt ein Lebewesen gute bis schlechte Erfahrungen und geht gut oder schlecht damit um. So generiert sich das "Karma". Es bestimmt, ob und auf welcher Stufe man nach dem Tode reinkarniert. Bei gutem Karma steigt man eine Stufe hinauf, bei schlechtem eine hinab. Lange dauert es, bis eine Seele es schafft, als Mensch zu inkarnieren, wenn überhaupt. Daher ist es Buddhisten auch strengstes utersagt, Tiere zu töten und essen, denn es könnte sich die Seele eines zukünftigen oder ehemaligen Menschen darin verbergen. Sofern man die höchste Stufe erreicht und zu einem Erleuchteten (sanskrit: "Bhudda") wird, erkennt man das "Nirvana", die metaphysische überpersönliche Einheit alles Lebens, und man überschaut nun die Gesamtheit seiner letzten Leben. Ob und inwieweit man selbst allerdings einen Einfluss auf sein Karma und damit seine nächste Lebensstufe hat, ist ein Streitpunkt unter den Buddhisten.

Rei nun stellt dementsprechend weniger durch ihren Vegetarismus, als vielmehr durch ihr Schicksal die buddhistischen Vorstellungen dar: Mehrmals stirbt sie in der Serie, mehrmals wird sie wiedergeboren (gelassen), und bei der dritten Inkarnation als Rei III begreift sie, wer sie wirklich ist und was wirklich los ist. Jedoch, und darin besteht der Seitenhieb auf den Bhuddismus, der mitverantwortlich ist den enormen Druck von Gesellschaft und Etikette auf den Einzelnen in Asien, sieht sie die Wiedergeburtlichkeit und das "nirvanische Kollektiv" keinstenfalls als positiv, so wie es Bhudda und seine Apostel der Legende nach behaupteten. Sie begreift sich und die Menschheit als ersetzbare Organismen, nicht mehr als eigenständige Individuen:

"Die Trauer der Welt hat uns geführt. Wir alle waren von Aufruhr umgeben... und Einsamkeit erfüllte die Herzen der Menschen." (The End of Evangelion)

Entsprechend lässt sie auch ohne eigenen Widerstand den Third Impact geschehen.

Seitenhieb auf den japanischen Bildungsdrill?[Bearbeiten]

In der japanischen Gesellschaft, die starken Wert auf Etikette, Leistung und Hierarchie legt, ist der soziale Status sehr wichtig. Dazu zählen auch und gerade Bildung und Schulabschluss. Dies bekommen die Kinder allzu oft zu spüren, steigt und fällt doch der Status der gesamten Sippe mit dem Bildungsgrad der Kinder. So müssen diese neben dem ohnehin umfänglichen Schulstoff oftmals noch Förderstunden und Zusatzkurse belegen, nicht nur, wenn sie in der Schule nicht mitkommen. Denn an statusträchtigen Bildungsstätten mit Aussicht auf Ruhm und Ehre sind die Eingangsprüfungen äußerst brutal und ein Nichtbestehen für die ganze Familie äußerst "beschämend". Selbst für Kindergärten (!) gibt es Eingangs- und Lernfortschrittsprüfungen. Daher werden viele Kinder schon in jungem Alter rund um die Uhr zum Lernen und Pauken genötigt und verhungern emotional. Dies zeigt sich dann u.a. in Form extremer Schüchternheit und Verschossenheit - die Kinder werden so wie Rei. (Siehe auch "Hospitalismus?")

Seitenhieb auf die Reproduktionsgenetik?[Bearbeiten]

Die Reproduktionsmedizin oder -genetik beschäftigt sich damit, wie embryonale Stammzellen geklont bzw. manipuliert werden können, um medizinischen Nutzen daraus zu ziehen. Dabei spricht sie davon, dass Embryos (re)produziert (!) werden. In den USA wurden schon mehrere Kinder in die Welt gesetzt, weil ihr Geschwister ein Organ oder Knochenmark benötigte. NGE scheint aufzuzeigen, wie sich ein geklonter Mensch fühlen könnte, der wie Rei nur zu einem bestimmten Zweck in die Welt gesetzt wurde.

"Adequatio intellectus et rei"[Bearbeiten]

"Übereinstimmung von Geist und Sache" ist eine grundlegende "Wahrheitsdefinition" der altabendländischen Philosophie, die vor allem in den Naturwissenschaften Gebrauch findet. "Res"' ist das lateinische Wort für Sache, das sich im Dativ zu "Rei" (!) wandelt. Damit hieße "Rei" gleichzeitig "Geist" (jap.) und "Sache" (lat. Dat.) und würde damit sowohl auf ein uraltes philosophisches Problem Bezug nehmen als auch darauf, dass die vielfach geklonte Rei zur Sache degradiert wird.
Alternativ kann die Phrase auch heißen "Adequatio intellectus ad rem.".

Animehistorische Einordnung und Bedeutung[Bearbeiten]

"Impassive Waif"[Bearbeiten]

Selbst innerhalb der Maßstäbe und Üblichkeiten von Manga und Anime fallen NGEs Konzepte, auch und gerade die Figurenkonzepte, durch ihre außergewöhnliche Drastik und Schonungslosigkeit auf. Und sogar innerhalb dieses "Kollegiums" gilt Rei Ayanami als der große bahnbrechende Meilenstein. Unter vielen anderen hat Patrick Drazen dies so formuliert, und als Grund gab er an, dass Rei sozusagen vollkommen unberührt und emotionslos auf ihre Umwelt reagiere. Dies stellt er dar mit dem Begriff "Impassive Waif".
"Waif" kann übersetzt werden mit "Heimatlose(r)" oder gar "verwahrlostes Kind" und ist dadurch mehr als nur zutreffend; jedoch "Impassive" würde heißen "teilnahmslos", "ungerührt", ja, "gelassen". Mag dies äußerlich stimmig ausschauen, so ist bei Rei innerlich genau das Gegenteil der Fall:

  • In mehreren Situationen läuft Rei rot an, z. B. Episode 15, wenn Shinji darüber spricht, dass Rei ihn an seine Mutter erinnert. (Ihr Gesicht sieht eher nach anfangender Wut als "nur" nach Schämen aus...)
  • In Episode 05 ohrfeigt sie Shinji, nachdem er ihrer Meinung nach schlecht über Gendo geredet hat.
  • In Episode 11 müssen die Children durch einen Luftschacht, und Asuka wirft Shinji "prophylaktisch" vor, er schaue wieder mal unter ihren Rock. Die so entstehende Keilerei lässt den Schacht kaputtgehen und Asuka und Shinji fallen unsanft ineinander geknäult zu Boden - während Rei, demonstrativ elegant und wie eine Ballerina mit ausgebreiteten Armen auf ihren Füßen aufkommt. Wenn sie will, ist auch sie zur kecken Angeberei imstande.
  • In Episode 14 blickt sie mit Kälte, vielleicht sogar mit Hass und Genugtuung auf Zerogoki, der mit Shinji drinnen Amok läuft.
  • In The End Of Evangelion lässt sie Gendo erst Ritsuko erschießen, nur um dann an den Adam-Embryo in seiner Hand zu kommen. Als sie, wahrscheinlich willentlich, emporwächst und ihr (hier als nicht-stofflich inszenierter) Körper bereits die gesamte Kommandozentrale des NERV-HQs ausfüllt, fährt sie mit ihrer Hand durch die Kommandobrücke und auch durch Maya Ibuki hindurch, die im Verlauf des Films ohnehin schon mehrere Nervenzusammenbrüche hatte. Wie bei den anderen Lilim trickst sie Maya dann auch noch aus, indem sie als Ritsuko erscheint und bei Maya freilich einen finalen Heulkrampf auslöst. "Teilnahmslos" müsste also hier im Sinne von "mitgefühllos" und "rücksichtslos" gesehen werden (und dadurch die Frage gestellt werden, inwieweit die "Erlösung" durch den Third Impact auch eine "Rache" darstellt...).
  • "Wenn du dich freust, solltest du lächeln!" - Shinjis berühmter Ausspruch aus Episode 06 heißt nicht: "Wenn eine schöne Situation eintritt, solltest du Freude empfinden!". Daher muss man davon ausgehen, dass Rei sehr wohl Gefühle hat, diese aber (noch) nicht richtig wahrnimmt und zulassen kann. Dies kann bereits als Totschlagargument gegen Drazens Konsideration gelten.
  • Kein anderer als Yoshiyuki Sadamoto aber bestätigt: "Wenn sich Gefühle ändern, dann spannen sich bestimmte Muskeln im Gesicht an. Und dadurch kommt ein 'Gesichtsausdruck' zustande. Bei Rei scheint so ein Ausdruck zu fehlen - aber heißt das wirklich, dass sie keine Gefühle empfindet? Oder dass sie zumindest nicht in der Lage ist, sie auszudrücken?"

Rei Hino ("Sailor Moon")[Bearbeiten]

Hideaki Anno höchstselbst behauptet, er habe einen der Sailor Moon-Regisseure, Kunihiko Ikuhara (später "Revolutionary Girl Utena" u.a.), von den zeitgleich mit der Animierung des originalen Sailor Moon-Manga befassten Toei Studios "weglocken" wollen, indem er "Rei Ayanami" nach "Rei Hino/Sailor Mars" benannt hat.[1] Dies fällt insofern auf, als Sailor Moon großteils (wenn auch nicht ausschließlich) ganz andere Pfade beschreitet (und Anno üblicherweise Werke wie "Space Runaway Ideon" als Beeinflussung nennt, die rein äußerlich viel mehr Ähnlichkeiten mit NGE haben). Auch der betroffene Charakter Rei Hino entspricht nur im Manga eher Rei Ayanami, im Anime sogar eher einer reiferen ernsteren Asuka. (Die Namensreihenfolge ist in Japan bekanntermaßen "Hino Rei" = "Hi no Rei" = etwa "Des Feuers Geist" oder "Feuergeist", anspielend auf ihre Fähigkeiten als Kriegerin des Mars (="Feuerplanet" in Japan, wegen der alt-asiatischen Kosmologie), auf ihre Tätigkeit im Shinto-Schrein ihres Großvaters und auf ihre für die Handlung bedeutsame Fähigkeit zu Shinto-Ritualen wie Bannzettelbeschwörungen; alle Sailor Senshi haben solche Wortspiele als Namen.)

Die japanische Schreibung lautet indessen 火野 レイ - der Vorname ist also exakt derselbe.

Die beste Übereinstimmung findet sich aber bei der persönlichen Familiengeschichte: Rei Hinos Mutter starb früh (!) und ihr Vater verdient auswärts das Geld und kann (will?) somit nicht persönlich für seine Tochter sorgen. Somit wohnt und arbeitet sie beim Großvater und geht im Gegensatz zu den anderen Senshi auf ein katholisches (!) Internat.

(Naoko Takeuchi, die Erfinderin und Mangaka Sailor Moons, war selbst als sog. Miko in einem Shinto-Schrein tätig. Auch sie sagt, dass sie viele Lebenserfahrungen in ihr Werk eingebracht hat.)


[...]



Siehe auch[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. evangelion-commentary.org - Character Name Origins, übersetzt und zusammengefasst von Rachel L. Clark


EVA-Piloten
Children: Rei Ayanami | Asuka Langley Sōryū | Shinji Ikari | Tōji Suzuhara | Kaworu Nagisa
Synthetisch: Dummy Plug System „Rei“ | Dummy Plug System „Kaworu“