Neon Genesis Evangelion

Aus NGE Wiki
Wechseln zu: Navigation, Suche
Titelschriftzug von Neon Genesis Evangelion

Neon Genesis Evangelion (jap. 新世紀エヴァンゲリオン Shin Seiki Evangerion; zu deutsch etwa „Neue Schöpfungsverkündung“, oder "Die Geschichte der neuen Schöpfung"), auch mit NGE oder EVA abgekürzt, ist eine Animationsserie des japanischen Produktionsstudios GAINAX. Regisseur und Co-Produzent war Hideaki Anno. Die Erstausstrahlung im japanischen Fernsehen erfolgte vom 3. Oktober 1995 bis zum 27 März 1996.

Zusammenfassung der Handlung (spoilerfrei)[Bearbeiten]

NGE spielt im Jahr 2015, 15 Jahre nachdem am 13. September 2000 in Folge eines Second Impact genannten angeblichen Meteoriten-Einschlags etwa die Hälfte der Weltbevölkerung getötet wurde. Die Erde wird von gewaltigen Monstern, den so genannten Engeln (jap. 使徒 Shito) heimgesucht und nur die Organisation NERV kann mit Hilfe biomechanischer Kampfmaschinen, den Evangelions, gesteuert von 14jährigen Kindern, den Kampf gegen sie aufnehmen.

Handlung[Bearbeiten]

Im Laufe der Handlung der Serie werden nach und nach die Ereignisse erklärt, die vor der von der Serie erzählten Handlung stattfanden. Diese werden im Abschnitt „Vorgeschichte“ erläutert; die eigentliche Handlung der Serie beginnt im Abschnitt „Hauptgeschichte“.

Vorgeschichte[Bearbeiten]

Innerhalb der Serie werden zwei Versionen der Ereignisse beschrieben, die die Grundlage für die Haupthandlung bilden. Die offizielle Version, wie sie der Öffentlichkeit vermittelt wird und die Wahrheit, über die nur wenige Personen Bescheid wissen.

Offiziell wurde der Second Impact durch den Einschlag eines Meteoriten mit nahezu Lichtgeschwindigkeit in die Antarktis ausgelöst, hierbei schmolz die Polkappe ab und die Erdachse änderte ihre Ausrichtung, was zum Wegfall der Jahreszeiten führte. Die Auswirkungen des Einschlags in Form riesiger Flutwellen und nachfolgender weiterer Naturkatastrophen sowie Bürgerkriege reduzierte die Weltbevölkerung auf etwas 3 Milliarden und zerstörte weite Landstriche und Städte, besonders in Küstennähe.

Tatsächlich aber startete im September 2000 eine Expedition unter Dr. Katsuragi zum Südpol um eine dort gefundene, riesige humanoide Kreatur zu Untersuchen. Bereits zuvor war in Japan in einer teilweise verschütteten Höhle ein ähnliches Wesen entdeckt worden. Der Versuch den am Südpol gefundenen, später als Adam bezeichneten, ersten Engel zu kontrollieren, führte jedoch zu einer gewaltigen Explosion mit der Kraft mehrerer Nuklearsprengköpfe mit den bereits beschriebenen Auswirkungen.

Hauptgeschichte[Bearbeiten]

Der 14jährige Shinji Ikari wird von seinem Vater Gendo, dem Leiter von NERV, in die neu aufgebaute Stadt Neo Tokyo-3 beordert. Nachdem ihn Misato Katsuragi dort vor einem gerade aufgetauchten weiteren Engel rettet, nimmt er, zunächst nicht ganz freiwillig, als Pilot von Eva-01 den Kampf gegen die Kreatur auf. Zusammen mit Rei Ayanami, wie sich später herausstellt ein Klon seiner Mutter, und der später hinzukommenden Asuka Langley Soryu verteidigt er dann die Stadt gegen die Angriffe weiterer Engel. Im weiteren Verlauf der Handlung wird Toji Suzuhara, Mitschüler der drei „Children“ genannten Eva-Piloten, als vierter Mitstreiter ausgewählt, jedoch kurz darauf schwer verletzt, als seine Einheit, Eva-03 - von einem Engel besessen - Amok läuft. Der Druck auf die Children erhöht sich zunehmend, Asuka wird von einer Psycho-Attacke des 15. Engels mental schwer verletzt und Rei opfert ihr Leben im Kampf gegen den 16. Engel. Schließlich trifft ein neuer Pilot, Kaworu Nagisa, ein, welcher gleichzeitig auch der 17. Engel ist. Kaworu dringt in den am besten geschützten Bereich des NERV-Hauptquartiers ein, das Terminal-Dogma. Dort hofft er auf Adam zu treffen um sich mit ihm zu vereinigen, was den Untergang der Menschheit mit sich brächte. Er findet an Stelle Adams jedoch nur Lilith vor und lässt sich von seinem Freund Shinji töten. Im, vom Kinofilm End of Evangelion abweichenden, Serienende initiiert die Organisation SEELE, Geldgeber und Befehlsgeber NERVs, das Projekt zur Vollendung der Menschheit, in dessen Verlauf die Menschen eine höhere Evolutionsstufe erreichen und als eine Einheit zu leben beginnen.

Anmerkungen zum Titel[Bearbeiten]

Der japanische Titel Shin Seiki Evangelion besteht aus einem japanischen und einem griechischen Teil. „Shin Seiki“ (新世紀) bedeutet Neue Ära oder Neues Jahrhundert. Das altgriechische Evangelion (εὐαγγέλιον) heißt gute/frohe Nachricht. Die Entscheidung, die internationale Version Neon Genesis Evangelion (νέον γένεσις εὐαγγέλιον) zu nennen, wurde von Gainax selbst getroffen. Der Titel entspricht dabei nicht gänzlich der altgriechischen Grammatik. Neon bedeutet neu, Genesis Ursprung/Quelle oder Geburt/Herkunft. Es bezeichnet auch das erste Buch der Bibel und der Tora, in dem die Erschaffung der Welt geschildert wird. Euangelion (latinisiert Evangelium) setzt sich aus eu (ευ), gut, und angelos (άγγελος), Botschafter, zusammen.

Als Titel war zunächst Alcion (jap. Arushion) vorgesehen, Yoshiyuki Sadamoto setzte aber Evangelion durch.

Synchronsprecher[Bearbeiten]

Charakter Seyuu (jap.) Deutsche Stimme
Shinji Ikari Megumi Ogata Hannes Maurer
Rei Ayanami Megumi Hayashibara Marie Bierstedt
Asuka Langley Soryu Yuko Miyamura Julia Ziffer
Misato Katsuragi Kotono Mitsuishi Julia Kaufmann
Ritsuko Akagi Yuriko Yamaguchi Peggy Sander
Gendo Ikari Fumihiko Tachiki Erich Räuker
Kohzo Fuyutsuki Motomu Kiyokawa Volker Wolf
Toji Suzuhara Tomokazu Seki Julien Haggege
Kensuke Aida Tetsuya Iwanaga Gerrit Schmidt-Foß
Hikari Horaki Junko Iwao Ilona Otto
Ryoji Kaji Kouichi Yamadera Stephan Schleberger
Kiel Lorenz Mugihito Horst Lampe (Serie)
Bernd Kuschmann (Filme)
Kaworu Nagisa Akira Ishida Markus Pfeiffer
Maya Ibuki Miki Nagasawa Maria Koschny
Shigeru Aoba Takehito Koyasu Fritz Rott
Makoto Hyuga Yuuki Hiro Norman Matt
Naoko Akagi Mika Doi Kordula Leiße
Yui Ikari Megumi Hayashibara Corinna Dorenkamp
Kyoko Zeppelin Soryu Maria Kawamura  ?
Pen Pen Megumi Hayashibara  ?

Episoden[Bearbeiten]

siehe Liste der Neon Genesis Evangelion-Episoden

Adaptionen[Bearbeiten]

Filme[Bearbeiten]

Andere[Bearbeiten]

Einfluss von und auf NGE[Bearbeiten]

Wie keine andere Animationsserie hat NGE Strömungen aufgegriffen und Einfluss ausgeübt.

Einfluss auf NGE[Bearbeiten]

Hideaki Anno ist ein bekennender Liebhaber der Mecha-Anime der 70er-Jahre, was sich auch in NGE niederschlug.

Space Runaway Ideon[Bearbeiten]

Space Runaway Ideon war eine japanische Super Robot Anime serie aus den Jahren 1980-1981 von Yoshiyuki Tomino, dem Autor von Mobile Suit Gundam. Die Serie war laut Hideaki Anno eines der Vorbilder von Neon Genesis Evangelion.

Ähnlichkeiten beider Serien:

  • Der Ideon Mech hat vom Aussehen her entfernte Ähnlichkeit mit den Eva Einheiten.
  • In Space Runaway Ideon kontrollieren die Hauptfiguren 3 Fahrzeuge, die sich zu einem Mech verbinden können und in Neon Genesis Evangelion kontrollieren die Protagonisten meistens 3 Mechs. Es kommt zwar später ein vierter Mech hinzu , aber ein Engel bringt den unter Kontrolle.
  • Die Leistung des Ideon in der Serie hängt von der sogenannten Id Gauge ab, die mit dem Piloten zusammen hängt, ähnlich wie beim Synchronwert.
  • In Neon Genesis Evangelion und in Space Runaway Ideon spielt das Alter der Piloten eine Rolle bei der Steuerung der Mechs. In Neon Genesis Evangelion müssen die Children, die die Evas steuern 14 Jahre alt sein, damit sie die Evas steuern können und in Space Runaway Ideon ist es so , dass je jünger der Pilot ist , desto besser kann er die Fahrzeuge steuern.
  • In Space Runaway Ideon wurden wahrscheinlich genau wie in Neon Genesis Evangelion psychologische Begriffe benutzt(Das Wort "Ide" kommt wahrscheinlich von dem Wort "Id", was so viel wie Es bedeutet und die FTL Antriebstechnick in der Serie nennt sich "DS Drive", was im japanischen "desu drive" so ausgesprochen wird. "desu" ist auch die japanische Aussprache des englischen Wortes Death. Deshalb ist der Name "DS Drive" wahrscheinlich eine Anspielung auf den Todestrieb der psychoanalyse von Sigmund Freud.)
  • Kasha Imhof, eine der Piloten des Ideon ist sehr temperamentvoll, genau so wie Asuka
  • Karala Ajiba, die Geliebte des Captains stirbt im Verlauf der Serie. Bei Evangelion ist Yui Ikari , die Frau des Kommandanten Gendo Ikari offiziell gestorben.
  • Das ungeborene Kind des Captains kann in Ideon ein Energiekraftfeld zum Schutz erzeugen , ähnlich wie in NGE die Engel das AT Feld zum Schutz erzeugen können
  • Nach der Absetzung der Serie wurden später zur Serie 2 Kinofilme produziert. Der erste Film war ein Zusammenschnitt der Serie und der 2. Film war ein Ende für die Serie , bei dem alle Figuren getötet wurden.
Achtung, Theorie! Theorie

Der folgende Abschnitt beschreibt umstrittene oder nicht abschließend geklärte Sachverhalte und gibt die Meinung des/der Autoren wieder.


Seijushi Bismarck[Bearbeiten]

Auffällig ist, dass NGE weniger den mannigfachen Gundam-Franchises ähnelt, welche als die Mechas schlechterdings gelten, sondern mehr dem vergleichsweise erfolglosen Seijushi Bismarck, das sich außerhalb Japans nur als Saber Rider durchzusetzen vermochte ( und zwar so stark verändert, dass es sich praktisch um zwei verschiedene Serien handelt).

  • Der Giant Robot Bismarck (westl. "Ramrod") stellt zwar keine künstliche Lebensform dar, hat aber genauso wie die Evangelions während eines Kampfes seine ihn navigierenden Piloten im Kopf, allesamt von der Außenwelt und auch voreinander hermetisch abgeriegelt.
  • Die Deathcula (westl. "Outrider") sind die Feinde der Menschheit und der Starsheriffs. In Folge 45 ("Eagle auf der Flucht") erfährt man, dass sie in Wahrheit mit den Menschen verwandt sind und sich beide Spezien im Laufe von Äonen nur stark auseinander entwickelt haben, genauso also, wie in NGE die Menschheit mit den "feindlichen" Engeln nicht nur verwandt, sondern selbst der 18. Engel ist.
  • Das "Sternenmusketier" (jap. "Seijushi", westl. "Starsheriffs") selbst ist, ebenso wie NERV, SEELE und die Children, ein Konglomerat aus verschiedenen Nationen, ausgesandt durch die Föderation (entspricht der UNO NGEs), den "Feind" zu eliminieren und die Menschheit zu retten.
  • Die Figur "Saber Rider", im Original Richard Lancelot heißend und schottischer Nationalität, ist im Original gar nicht Anführer und Hauptfigur. Dieses ist "Fireball" alias Shinji Hikari (!).
  • Die oberste Admiralität der Flotte, die anfangs sehr mit sich ringt, bevor sie den oft "unangepassten" Shinji Hikari letzlich engagiert, hat dieselbe Sitzordnung wie SEELE; nur dass es insgesamt acht anstatt fünf (oder mit Gendo sechs) Personen sind.
  • Teilweise gibt es dramaturgische Ähnlichkeiten bei den Mechakämpfen.
  • "Jessie Blue" alias Perios hat physiologische Ähnlichkeit mit Kaworu/Tabris.
  • "April Eagle" alias Marian Louvre besitzt wie Asuka außerordentliche "Karateambitionen", obwohl ihre Interventionen stets durchdacht und effizient sind im Gegensatz zu Asukas.
  • Das Verhältnis zwischen dem Deathcula-Herrscher "Nemesis" alias Hyusa und seinem Handlanger "Gattler" alias Ganymed ähnelt dem Kiels und Gendos. In beiden Fällen ist Letzterer allein Ersterem Rechenschaft schuldig. Gendo ist ebenso wie Ganymed die (vermeindliche) Inkaration des "abrundtief Bösen". Beide verbergen ihr wahres Gesicht hinter einer schier undurchdringbaren Maske. Hyusa und Kiel wiederum haben gemeinsam, dass sie beide praktisch vollständige (?) Androiden sind.

Es spricht also einiges dafür, dass das "Sternenmusketier Bismarck" eine Inspirationsquelle für Anno gewesen ist.

NERVs Wahlspruch[Bearbeiten]

Der in der Serie oft auftauchende Slogan ist steht wörtlich in einem Poem von Robert Browning aus dem 19. Jahrhundert:

"The years´s at the spring,
And day´s at the morn,
Morning´s at seven,
The hillside´s dew-pearl´d;
The lark´s on the wing;
The snail`s on the thorn;
God´s in His heaven -
All´s right with the World"

Wohlgemerkt kann der Spruch in doppeltem Sinne verstanden werden: Sowohl "All is right with the World" als auch "The right of all with the world".

Auffallend ähnlich ist auch der Titel der Finalfolge der World-Masterpiece-Animeserie "Anne mit den roten Haaren", der da lautet "Kami wa Ten ni imashi, Subete Yo wa Koto mo nashi" (神は天にいまし すべて世は事もなし; "God's in Heaven - All is well on Earth") und somit auch als Inspirator gedient haben könnte.

Neo Tokyo[Bearbeiten]

"Neo Tokyo" taucht erstmalig bei Taku Mayumura auf. Die zugehörige Novelle "Meikyu Monogatari" wurde 1986 animiert. Auch spielt der epochale Manga "Akira" in Neo Tokyo. Überhaupt wurde "Neo Tokyo" vielfältig gebraucht.

Einfluss von NGE[Bearbeiten]

Um ein vielfaches mannigfaltiger scheint jedoch der Einfluss, den NGE auch und gerade versteckt ausübte. Unter anderem scheint es seit und durch NGE in "Mode" gekommen zu sein, fiktive Welten und Handlungen psychodramatisch zu konzipieren:

Star Wars[Bearbeiten]

Für seinen Science-Fiction Epos Star Wars bediente sich George Lucas so mancher asiatisch-japanischer Kulturelemente. So ist die Kluft des Darth Vader angelehnt an die klassische Samurairüstung, vor allem die Form des Helmes. Auch die Jedi-Mäntel bestechen durch ihre Ähnlichkeit zur einfachen Alltagskleidung der Samurai. Zuvörderst jedoch ist es die Dualität zwischen Heller und Dunkler Macht, die sich die für den asiatischen Kulturraum universal-grundlegende Kosmologie des Daoismus mit Yin („Schatten“) und Yang („Licht“) als seinen Fundamentalparadigmen zum Vorbilde nimmt. Hauptinspiration für die klassische Trilogie war der japanische Film „Die verborgene Festung“ (1958) von Akira Kurosawa und der dortige Erzschurke für Darth Vader. (Siehe auch Star_Wars Einflüsse (Wikipedia Artikel))

Ist bereits in der klassischen Trilogie die innere Wut der Nährstoff für einen Sith („dunkler Jedi“), die ihn erst dazu befähigt, die Dunkle Macht skrupellos zu verwenden, erfährt man erst in der sog. Prequel Trilogy, wie Anakin Skywalker im Laufe seines jungen Lebens zu so viel innerem Zorn kam, dass er von der Hellen zur Dunklen Seite konvertierte und zu Darth Vader wurde. Es ist ein Lebensweg, der jenen der NGE-Hauptcharaktere, voran Gendo Ikari, auffällig ähnlich sieht:

Anakin Skywalker wächst als Sklavenjunge bei seiner allein erziehenden Mutter auf. Über seine Herkunft väterlicherseits erfährt man nichts (außer im „Extented Universe“). Auch er muss bei der Ernährung mithelfen, weshalb er sich von einem zwielichtigen Schrotthändler ausbeuten lässt. Als Kind schon trifft er auf Obi Wan, seinen künftigen Meister, und auf seine große Liebe und zukünftige Frau Padmé. Aufgrund seiner Kindheit ist er als junger Erwachsener seelisch labil. Er neigt wie Shinji zu Schwarzseherei, wie Asuka zu gefährlicher Impulsivität, und wie Gendo wird er emotional abhängig von seiner Frau, denn Padmé stärkt ihm, wie Yui Gendo, immer wieder das Rückgrat. Padmé macht schon bald politische Karriere und gerät nun ins Visier der putschistischen Umstürzler um Kanzler Palpatine alias Imperator Darth Sidious. Er bemerkt die innere Schwäche Annakins, nun verstärkt durch die Angst um Padmé, so dass er ihm nun eins ums andere Mal Honig um den Bart schmiert, um sein Vertrauen zu gewinnen – mit Erfolg, scheint Annakin in ihm doch eine Art Ersatzvater zu sehen, während er von Obi Wan seinem Empfinden nach nur kritisiert wird. Kanzler Palpatine wird von den Jedi inzwischen als Imperator entlarvt, es kommt zum Kampf, in dem Palpatine selbstverschuldet sein Gesicht versengt wird. Annakin bekommt dies mit. Sein einziger richtiger „Freund“ wird von den Jedi bedroht. Das nun ist der Moment, in welchem Annakin endgültig zur Dunklen Macht wechselt. Dadurch hat er dieselbe „Karriere“ hinter sich wie Gendo, der auch zur Schlechtheit wechselt, nicht weil er ein schlechter Mensch ist, sondern innerlich schwach und voller Angst nach seiner Frau, von der er abhängig ist. Da George Lucas in der neuen Trilogie noch verstärkt japanokulturelle Elemente einbaute und der Anime in Japan, darunter voran NGE, von jeher zu unumgänglichem Kulturgut zählt, ist die Wahrscheinlichkeit nicht gering, dass auch NGE für die Prequel-Trilogie der Inspirator war wie Kurosawas Film für die originale.

Mittlerweile gibt es - unter Disneys Ägide, das 2012 "Lucasfilm" gekauft hat - eine neue Trilogie, diesmal als Sequel. Eine Protagonistin heißt "Rey" und wird im Japanischen offiziell mit "レイ" umschrieben - ebenso wie Rei Ayanamis Vorname.


Die Sims brechen aus (GBA-Version)[Bearbeiten]

Die Sim-Reihe ist mit Abstand das erfolgreichste Videogame-Franchise der Geschichte. Augenscheinlich ist dabei, dass die klassischen Sim-City- und Sims-Spiele ohnerlei oberflächliche und plakative Brutalität und Kriminalität auskommen wie eintagsfliegenhafte „Ballerspiele“ oder „Killerspiele“. Die Sims sind denn auch keine opulente Simulation wie „Die Siedler“, „Empire Earth“ oder die Vorgängerreihe „Sim-City“, wo man „gotthaft“ und von oben das Geschehen einer ganzen Welt lenkt, sondern schlicht eine personelle Simulation, bei der man sich nach eigenem Gutdünken eine virtuelle Figur erschaffen kann, mit allen Stärken und Macken. Einen großartigen Handlungsfaden gibt es nicht, allein man hat für die Verpflegung und den Karriereaufstieg seiner Figur durchgängig Sorge zu tragen.

„The Sims bustin’out“ erscheint da als ein herber Stilbruch. Es bewendet sich nun nicht mehr um eine Simulation mit freiem Handlungsgang, sondern vielmehr um ein richtiges level- und aufgabenbasiertes handlungsstringentes Rollenspiel mit Entwicklung des Hauptcharakters und der Umwelt – die sich einem mit fortschreitendem Spiel zunehmend als in evangelioneskem Umfang kaputt darstellen wird, und das, obwohl es eines solchen Handlungsfundamentes in einem Sim-Spiel (!) gar nicht bedürfte, im Gegensatz zu NGE. Egal, wie man seinen Hauptcharakter erschafft bzgl. Geschlecht, Haar- und Hautfarbe und vor allem Charakterzüge (ex- oder introvertiert, penibel oder schlampig usw. mit allem Abstufungen) bekommt man immer die gleiche Geschichte erzählt:

Man beginnt mit einem Brief in den Händen, auf welchem man von seinem Onkel, einem Farmer, in SimValley, einem kleinen Dorf, begrüßt wird, zunächst nur für einen Sommeraufenthalt. Und schon geht es los. Beiläufig bekommt man mit, dass Onkel und Tante in Trennung leben. Weiterhin erfährt man, dass niemand weiß, ob der Onkel jetzt der Bruder des Vaters oder der Mutter ist, wobei im Laufe des Spiels durchdringt, dass er mit der Mutter verwandt sein muss. (In der dt. Übersetzung ist es der Opa und Vater der Mutter). Auch die Eltern des Protagonisten leben getrennt und die Mutter hat einen Motorrad-Rocker bei sich einziehen lassen. Wahrscheinlich ist der Hauptcharakter bei seinem Vater aufgewachsen, denn man bekommt nebenher mit, dass das Verhältnis zum Vater sehr gut ist. Ebenso beiläufig erfährt man, dass der Vater wahrscheinlich zum Zeitpunkt der Handlung bereits verstorben ist. Dagegen ist das Verhältnis zur Mutter zwiespältig, denn indirekt werden die Charakterzüge der Mutter aufgedeckt: Streng, pedantisch, körperfeindlich; zugleich aber sich nur von Chips ernährend und nicht gerade hygienisch – und dazu mit einem Biker lebend, woraus geschlossen werden kann, dass sie sich nach „starker männlicher Liebe“ sehnt. Naheliegenderweise – denn man erfährt schon zu Beginn, dass sie und ihr Bruder wenig Liebe von ihren Eltern Bekommen haben müssen. Zitat Onkel: „Umarmungen? Davon hatte ich nicht viele…!“. (Deshalb funktioniert auch, wie so oft, die freie deutsche Übersetzung nicht mehr. Die Handlungsfundamente sind bereits hier zu empfindlich, wie bei NGE.)

Später erfährt man, dass dies gar nicht die leiblichen Eltern seien. Vielmehr sei man bei der Geburt mit einem anderen Mädchen verwechselt worden, wodurch dieses nun unrechtmäßig ein Millionenerbe bekommen habe (und es am Ende des Spiels vollständig verprasst haben wird). Obwohl sich auch dies als falsch heraus stellt (s. u.).

Der Hauptcharakter selbst ist demgemäß auch nicht gerade gefestigt und stabil, bezeichnet er sich selber doch als sprunghaft, unsicher, ängstlich, nervös, sarkastisch, hypochondrisch, sich immer beobachtet fühlend, sein/ihr Leben nicht im Griff habend, Helfersyndrom habend, Probleme mit Kleider- und Körperhygiene habend. Er habe kindliche Ängste wie Angst im Dunkeln und Angst vor einem Monster unter dem Bett. Zugleich bezeichnet er/sie sich als Plappermaul, wohl um Zuwendung durch die Mitmenschen ringend, indessen sein/ihr Leben ein einziges Jammertal sei und am besten nur aus Spaß bestehen solle. Denn die Welt sei viel zu hart. Alles sei sinnlos, alles tue weh! Sobald man es aber im Spielverlauf zunehmend zu etwas bringt, wird einem seine Figur überheblich und unverschämt. Gerade in der Phase jedoch gibt er dann zu, vor Angst manchmal sogar zu weinen. Sowieso habe er sein Leben überhaupt nicht im Griff.

Allein mit der Umwelt samt ihrer computergesteuerten Figuren ist es nicht besser bestellt, und es ermangelt nicht an Karikierungen und ernsten Hintergründen bis hin zur makaberen satirischen Boshaftigkeit:

  • Der Protagonist erhält im Laufe des Spiels die Aufgabe, eine beliebige Statue aus 30 Blechdosen von einem Bildhauer anfertigen zu lassen. Er wählt narzisstischerweise sich selbst als Motiv. Es wird hier das Phänomen angesprochen, dass Narzissmus eine Kompensation persönlicher Probleme ist. (Siehe Naoko Akagi)
  • Eine Antagonistin eifert nach einem unbedeutenden Nebenposten im Städtetag von SimValley, verhofft sie sich doch, trotzdem sie zu jung ist für das höchste Amt des Bürgermeisters, eine politische Karriere. (In den USA ist man in manchen Bundesstaaten erst mit 21 richtig volljährig.) Daneben gibt sie sich äußerst narzisstisch, wenngleich sie eine sehr liebe und nette Person ist. Später erfährt man, dass ihre Mutter umgekommen ist (!) und das Mädchen in Wahrheit nur Liebe will, eine enorm starke Übereinstimmung mit NGE.
  • Der Spruch „Wusstest du, dass die Wirklichkeit nur eine Illusion der Gedanken ist?“, welchen der Protagonist gegen Ende der Handlung ausspricht, würde ebenfalls zu NGE passen.
  • Wenn man die selbsternannte Poetin SimValleys, die zu gestelzter Wortwahl neigt, darauf anspricht, warum sie in „Oma-Klamotten“ herum läuft und krank wirkt, gibt sie als Antwort: „Warum neckst du mich für etwas, wofür ich nichts kann?“. Heißt: Wahrscheinlich ist diese Figur nicht etwa altmodisch, sondern kann sich bessere Kleider schlichtweg nicht leisten, weil sie wegen ihrer seelischen Probleme keiner geregelten Tätigkeit nachgehen kann (genauso wie der Hauptcharakter). Dies überspielt sie mit ihrer Gestelztheit, um etwas Besonderes zu sein. Deshalb hat sie sich auch selbst zur Poetin ernannt. Somit wird ein essentielles Zerwürfnis vieler verkrachter Künstler angesprochen.
  • Ein buddhistischer Punk (!) lungert in den Straßen herum und macht die Leute an, jedoch entpuppt auch er sich als in tiefstem Inneren gutherzig. Vor allem aber ist dies nur eine von zwei Identitäten. Sein Alterego nämlich ist ein narzisstischer Spielsüchtiger, der sich auch unter anderem Namen ausgibt (gespaltene Persönlichkeit?).
  • Ein sog. Verrücktes Huhn ist für den Tod der Mutter verantwortlich. Es ist elektrisch überladen, und bei Berührung bekommt man „eine gewischt“. So lächerlich es klingt, so ernst und evangelionesk ist der Hintergrund: Dieses verrückte Huhn entstammt einem ortsansässigen Labor, dem immer wieder genetische Experimente (!) aus den Fugen geraten.
  • Eine dreiohrige Labormaus (!) ist der Leidensgenosse des Huhns. Solche Mäuse sind von Zeit zu Zeit auf der Straße und in der Kanalisation neben anderen „Schrottteilen“ zu finden, die dann für ein Trinkgeld im Labor verhökert werden können, welches um alles greifbare Material dankbar scheint. (1995 wurde in Harvard einer Maus ein menschlich aussehendes „drittes“ Ohr aus Rinderknorpelzellen auf den Rücken gepflanzt, um zu sehen, ob es mitwüchse. In Massachusettes wurde dies weiterentwickelt (Stand 2012), nun mit Schafszellen für Rattenrücken. Aufbauend auf diese Forschungen züchtet man nun natürliche Ohrimplantate aus Knorpelzellen des menschlichen Patienten. Man will zunächst vor allem kriegsbeschädigten Soldaten helfen.)
  • Der zweite Leidensgenosse ist ein Mini-Lama, das dem Labor entlaufen und nun in der örtlichen Tierhandlung (!) zu kaufen ist.
  • Die dritten Leidensgenossen werden angeblich Menschen mit Kiemen (!!) sein. Das Ergebnis dürfte angesichts der ständigen Patzer seitens des Labors noch um einiges horribler ausfallen. (Es gab einmal ein Schwein, dem wurden menschliche Gene eingepflanzt. Es sah zwar noch aus wie ein Schwein, aber es konnte noch nicht einmal ohne Hilfe stehen.)
  • Unter den Schrottteilen befindet sich ab und an auch ein Brennstab eines Kernkraftwerks (!), der frank und frei herum liegend vor sich hin strahlt. (Inspiriert durch den berühmten Vorspann der Simpsons?) Auch er kann aufgesammelt und ans Labor verscherbelt werden.
  • Es gibt einen Einbrecher in SimValley, der mit dem nächtlichen Verkauf von Diebesgut sein Brot verdient und gegen Ende auch den Onkel überfällt, wofür er in den Knast kommt. Unter anderem hat er der ortsansässigen Rockerlady die E-Gitarre geklaut. Delikaterweise gehört es zur Aufgabe im Spiel, sich von ihm beim Umzug helfen zu lassen und bei ihm eine E-Gitarre zu ersteigen, um mit derselben Rockerbraut aufzutreten.
  • Ein interessantes Detail ist das linkshändige Gitarrenspiel der Rockerin, wie Kurt Cobain, mit dem sie auch weltanschaulich übereinstimmt.
  • Obig beschriebene Millionärserbin kann als Karikierung Paris Hiltons und ihres Gleichen gesehen werden. Sie arbeitet nie und verprasst das Geld für Partys und Schönheitsoperationen.
  • Überhaupt haben die Charaktere SimValleys allesamt ihre Macke, und dies nicht gerade dezent. Das geht von der besagten gruftigen Rockerlady über den alkoholabhängigen Amateurboxer bis zum Provinzkoch, der in immerhin 34 Staaten gesucht wird. Man muss, angesichts des eingangs erwähnten Mädchens mit politischen Ambitionen, der am Hungertuch nagenden Poetin und nicht zuletzt auch der Geschichte des eigenen Protagonisten und dessen Pflegefamilie, von ähnlichen Leidenschicksalen ausgehen.
  • Recht makaber ist auch ein käuflicher Gegenstand, der erstmalig in einem Gespensterschloss zu sichten ist. Es ist ein kleines Fallbeil, dessen Klinge, sobald man es bewundert, nach unten saust (glücklicherweise ohne dass der Sim seinen Kopf darunter gesteckt hätte).
  • In diesem Schloss steht ein nostalgisches Bett, das in ganz üblicher Manier durch den Sim benutzt werden kann. (Denn der Hauptcharakter kann sich auch auf fremden Betten und Sofas niederlassen. Dabei werden die Straßenklamotten einfach anbehalten. Schlafkleidung gibt es nämlich überhaupt keine...)
  • Besitzer des Schlosses ist ein Graf, der seit 200 Jahren tot ist und als Gespenst herum irrend nach Erlösung sucht (Analogie zu Longinus!).
  • Sehr makaber ist auch der dschinartige Geist, der immer dann erscheint und einen auslacht, wenn dem Hauptcharakter Pech widerfahren und er in Ohnmacht gefallen ist. Womöglich soll dies Gott darstellen, der die Geschicke seiner Geschöpfe zu seinem Amüsement lenkt.
  • „Kaffee statt Muttermilch“ ist eine häufig fallende Floskel und muss wohl mit „Drogen statt Mutterliebe“ übersetzt werden. Denn Koffein hält als leitmotivischer Euphemismus für härtere Substanzen her. „Ich gewöhn mir den Kaffee immer wieder ab!“; „Kennst du den Witz von der koffeinsüchtigen Rocksängerin?“.
  • Ein weiterer ziemlich boshafter Witz ist „Kennst du den vom schmutzigen Baby?“. Der Protagonist erzählt ihn der örtlichen Büchereibesitzerin, die seines Dafürhaltens seiner Mutter ähnelt (und sie damit indirekt charakterisiert, s. o.). Dies wirft ein sehr aussagekräftiges Licht auf das Verhältnis zur seiner Mutter.
  • Zuletzt hat der Geschäftsmann, der SimValley finanziell beherrscht, physiognomische Ähnlichkeit mit Lorenz Kiel.

Jedoch entstammt ein Großteil dieser Informationen aus dem Munde des Protagonisten, dessen Aussagen sich mit dem angesprochenen Gesprächspartner stets ändern, ist es doch ein wesentliches Spielziel, sich bei den anderen möglichst beliebt zu machen. Es wird also nie letztlich klar, ob und wie viele Infos wahrhaftig, subjektiv oder schlichtweg erfunden sind. Denn im Laufe des Spiels behauptet der Protagonist auch, bereits mehrere Millionen Simmenthaler verschleudert zu haben, das Rad erfunden (!) zu haben, und dass in einer Mio. Jahren ein Asteroid einschlüge, nur um sich (mit Erfolg!) beliebt zu machen. "Ich bin schizophren!" ist dann allerdings ein weiteres sehr kräftiges Argument gegen den (alleinigen) Wahrheitsgehalt des Gesagten. (Indessen ist die Erwähnung eines Asteroiden-Impaktes höchst bemerkenswert…)

Ein interessantes Element ist auch der Buddhismus/Daoismus. Es wird viel vom Meditieren, von der Reinkarnation und vom Weg, der das Ziel selber ist, gesprochen, und es gibt ein Kaufhausemblem, das dem Yin&Yang nachempfunden ist. Möglicherweise ist das ein Seitenhieb auf den anglo-amerikanischen Evangelikalismus, der zum Teil fanatisch verfochten wird („Kreationismus“ u.a.). Weiterhin, das darf nicht vergessen werden, sind dies die beiden häufigsten Aussteiger- und Außenseiterweltanschauungen im Westen.

Ein Seitenhieb auf die nordamerikanische Prüderie ist möglicherweise die Tatsache, dass man bei ausreichend hohem Sympathiewert jeden Antagonisten nach Belieben Umarmen und sogar Küssen kann (selbst das Gespenst!!).

Dass am Rande die schlechte Weltwirtschaft der Jahrtausendwende angesprochen wird, geht angesichts der anderen Dinge fast unter.

Der absolute Höhepunkt dieser Skurilitäten sieht nach einer Verballhornung der Superman-Saga aus: Der Hauptcharakter ist ein Außerirdischer (!!!), der als Baby in einer Rakete im Heu gefunden wurde, auf einem Bauernhof in einem kleinen Dorf. Am Ende bekommt man von seinem Onkel, der die ganze Zeit Kontakt mit der Heimatspezies (leiblichen Eltern?) des Protagonisten gehalten hat, gesagt, dass alles, was im Spiel passiert ist, kein Zufall gewesen sei und man mit der eigenhändig reparierten Rakete seine Heimreise antreten solle. Ergo war es alles ein abgekartetes vorausgeplantes Spiel mit dem Ziel, das außerirdische Findelkind zu seiner Heimatzivilisation zurück zu bugsieren. Dabei müssen auch die anderen Antagonisten mitgezogen haben, denn alle jubeln dem Hauptcharakter beim Gang zur Rakete zu, die auf einem reservierten von Anfang an vorhandenen Platz abzustellen war. Selbst der Strauchdieb durfte seinen (inszenierten?) Gefängnisaufenthalt unterbrechen. Nicht zuletzt beschwert sich doch der Protagonist mehrmals im Spiel darüber, dass irgendwie alle seine Geheimnisse und noch einiges mehr kennen. „Hier soll einer vom anderen Stern sein!“ hört man den Hauptcharakter ein Gerücht, dass er aufgegriffen hat, schon zu Beginn sagen, was den Verdacht im Nachhinein erhärtet, wenn nicht gar endgültig bestätigt.

"Erdverbundener" ist es, das (nach wie vor umstrittende) Adopted-Child-Syndrom als Bezugnahmepunkt anzunehmen, das symptomatisch hier genau ins Bild passen würde.

Und noch etwas dringt durch: War zu Beginn noch von einem „Sommeraufenthalt“ die Rede, entgegnet nun der Protagonist, als er fortgehen soll: „Aber…hier ist doch mein Zuhause!“ Dies klingt ganz danach, als habe er keinen anderen Ort mehr, wo er hingehen kann. Es war für ihn kein Sommerurlaub, sondern die Hoffnung auf ein neues dauerhaftes Zuhause, abseits seiner ganzen familiären Probleme. Der zuvor geäußerte Spruch „Drei Monate Urlaub…wie bring ich die bloß herum?“ ließ das im Nachhinein schon ein wenig durchdringen, sind doch über 60 (Werk-)Tage Urlaub recht unglaubwürdig - zumal in den USA, wo es keinen gesetzlichen Urlaub gibt.

Jedoch, die Rakete stürzt ab, und der Protagonist landet lachend wieder im Heu - sofern er/sie den Absturz überlebt; denn die Rakete befand sich bereits im Weltraum über der Erdkugel, und auch der Mond war zu sehen. Die Rakete kippt dabei vom Zuschauer aus gesehen nach links, wie auch bei Rei-Lilith, als es ihr in EoE den Kopf vom Torso reißt. Die Hauptfigur schreit erst beim Kippen, beim Herunterfallen aber lacht er/sie, trotz der Fallhöhe. Der ansonsten perfekt inszenierte Plan (?) scheitert letztendlich in letzter Sekunde an einem winzigen Detail, und „The End is just the Beginning“, wie bei EoE - und die Anzahl an Ähnlichkeiten fällt auf.

Es bleibt offen, wer oder was Will Wright, den Vater der Sim-Reihe, dazu angeregt hat, solch einen evangelionesken, d. h. zum Teil bis ins Sozialkritische hinein reichenden Hintergrund zu ersinnen, dessen es zu einer funktionierenden Handlung, ganz im Gegensatz zu NGE, in einer Simwelt eigentlich überhaupt nicht bedurft hätte. Es bleibt offen, ob dies nur ein äußerst makaberer schwarzer Humor ist, wie er bei allen Simspielen hie und da auftaucht, oder ob mehr dahinter steckt – wie bei NGE, das zeitgeschichtliche Entwicklungen ganz bewusst aufgreift und an den Pranger stellt.

Die Popularität NGEs in den USA, die um ein vielfaches größer ist als in Europa und Deutschland, erhöht die Wahrscheinlichkeit einer Beeinflussung seitens NGEs.

Alpha Centauri[Bearbeiten]

Das im Jahr 1999 erschienene Computerspiel "Alpha Centauri" und die Erweiterung "Alien Crossfire" von der Computerspiel-Legende "Sid Meier" (vor allem Bekannt durch die "Civilization" Spiele) weist ebenfalls einige Parallelen zu Neon Genesis Evangelion auf.

"Alpha Centauri" ist ein rundenbasiertes Strategiespiel, bei dem der Spieler die Rolle eines Anführers von insgesamt 14 möglichen Gruppierungen mit völlig unterschiedlichen Anschauungen und Zielen übernimmt und versucht, auf insgesamt 4 mögliche Arten den Sieg zu erringen.

Anders als in Civilization gibt es jedoch eine interessante Hintergrundgeschichte, die sehr stark an NGE erinnert: nachdem die Menschheit auf der Erde durch Hungersnöte, Kriege, Seuchen, Überbevölkerung und Ressourcenmangel stark dezimiert wurde, wird von den Vereinten Nationen ein ehrgeiziges Projekt ins Leben gerufen, um die Menschheit zu retten. Unter Aufbietung aller verfügbaren Kräfte wird ein Raumschiff konstruiert, dass eine Besatzung bestehend aus den besten Köpfen der Menschheit in das Alpha Centauri System bringen soll, wo ein erdähnlicher Planet namens "Chiron" entdeckt wurde. Diese Kolonisten sollten in der Lage sein, dort eine neue menschliche Zivilisation aufzubauen. Durch einen Sabotageakt stürzt das Raumschiff jedoch auf den Planeten Chiron ab und die sieben mächtigsten Anführer beginnen, neue Reiche auf der Planetenoberfläche gemäß ihren Ideologien zu gründen. das Spiel kann auf 4 verschiedene Arten gewonnen werden:

  • militärisch durch komplette Eroberung des Planeten,
  • diplomatisch durch Gewinnen einer Wahl zum Oberbefehlshaber,
  • wirtschaftlich durch weitestgehende Kontrolle der Energiemärkte und
  • wissenschaftlich durch "Aufstieg zur Transzendenz".

Besonders der wissenschaftliche Sieg dürfte NGE-Fans sehr bekannt vorkommen. Schon kurz nach der Ankunft auf Chiron bemerken die Menschen, dass es auf dem Planeten einheimisches Leben gibt. Die erste Lebensform ist der so genannte "Xenofungus" oder kurz "Fungus", ein außerirdisches Gewächs, dass große Flächen des Planeten bedeckt und keinen erkennbaren Nutzen für die Menschheit zu haben scheint. Die zweite Lebensform sind die so genannten "Psychoviren" oder "Mindworms". Es handelt sich dabei um kleine wurmartige Wesen, die jedoch in großen Schwärmen auftreten und ihre Opfer durch eine psychische Attacke lähmen und in den Wahnsinn treiben können. Diese Psychoviren treten besonders später im Spiel in Massen auf und greifen die Basen der Menschen an. Es ist nicht bekannt, was ihre Ziele sind und woher sie so plötzlich kommen, jedoch scheinen sie von Menschen und ihren Einrichtungen geradezu magisch angezogen zu werden. Später entdeckt man, dass sie gewissermaßen die Abwehrkräfte des gesamten Planeten sind und mit dem Fungus in Verbindung stehen. Der Fungus wiederum bildet ein gigantisches Geflecht um den gesamten Planeten, dass, wie sich herausstellt, große Ähnlichkeit mit einem neuronalen Netzwerk hat. Dieses Netzwerk entwickelt im Laufe der Geschichte ein eigenes Bewusstsein und eine Intelligenz, die immer mehr zunimmt, je mehr das Fungusnetzwerk wächst.

Das Bewusstsein dieses gigantischen neuronalen Netzes nimmt Kontakt mit dem eigenen Gruppenanführer auf. Dieser Planetengeist, genannt "die Stimme", hat anscheinend den Verstand eines kleinen Kindes, macht den Menschen aber klar, dass die Menschheit in ihrer derzeitigen Form nicht überleben könne. Der Fungus und die Psychoviren werden sich über den gesamten Planeten ausbreiten und alles Leben vernichten. In Panik geraten, versuchen die menschlichen Bewohner, durch ein letztes, ehrgeiziges Projekt, den Wert der Menschen zu beweisen. Das gesamte Wissen aus allen Datenbanken der Menschheit in seiner digitalen Form wird in die Gedankenmuster des Fungusnetzwerkes umgewandelt und mit der vereinten Kraft aller Energiereaktoren des Planeten in den Planetengeist eingespeist.

Das Projekt scheint Erfolg gehabt zu haben - das Wachstum des Fungus wird gestoppt.

Doch dann meldet sich die Stimme des Planeten wieder zu Wort - allerdings nicht mehr mit dem Verstand eines Kindes, sondern mit einer dem Menschen mindestens ebenbürtigen Intelligenz - und beginnt, seine Geschichte zu erzählen: seit Urzeiten war der Fungus in einen tödlichen Zyklus gefangen. Ab einem bestimmten Stadium begann dieser extrem zu wachsen und verschlang alles Leben auf dem Planeten. Durch sein Wachstum wuchs auch die Intelligenz des Planetengeistes, erreichte aber das Stadium der gottgleichen Intelligenz immer etwas zu spät, um zu begreifen, dass er sich mit der Vernichtung allen Lebens auf dem Planeten selbst seine Lebensgrundlage entzog.

Durch das großzügige Geschenk der Menschen wurde dieser fatale Zyklus nun durchbrochen. Die Stimme des Planeten hat der Menschheit ein großzügiges Geschenk anzubieten - jeder Planetenbewohner, der bereit dazu ist, kann sein Bewusstsein im gigantischen neuronalen Netzwerk des Fungus speichern. Allerdings werden nur wenige Auserwählte teil des Alpha-Bewusstseins des Planeten sein können.

Wie sich schnell herausstellt sind die meisten Menschen aber bereit, das großzügige Geschenk des Planeten anzunehmen. Für diejenigen, die ihr Leben in den organischen Körpern zu Ende leben wollen, wurden Habitate auf den Planeten und Raumstationen vorbereitet. Die Computer des Volkes werden mit dem "Fungus" gekoppelt und der Geist aller Personen, die dafür bereit sind, wird in dieses neue System übertragen.Danach sterben die Körper der Menschen ab und deren Geister leben in dieser Verbindung aus "Fungus" und Maschine weiter, während alles überwuchert wird und der "Fungus" mit der Technologie der Menschen ewig besteht. Für Personen, die hin und wieder auf ihre alte Art und Weise leben wollen besteht jedoch jederzeit die Möglichkeit, in einen organischen Körper zurückzukehren.

Die Simpsons "Der Film"[Bearbeiten]

Man kann "The Simpsons", die bislang erfolgreichste Animationsserie überhaupt, als so etwas wie eine Universalsatire bezeichnen. Alles und jeder wird auf die Schippe genommen: Die US-amerikanische, deutsche, japanische und französische Gesellschaft, TV-Figuren, die Schulmedizin, reale Persönlichkeiten und und und - letztendlich auch NGE, auf welches im abschließenden Kinofilm deutlich Bezug genommen wird:

Durch Homer Simpsons Verschulden wurde Springfield unter einer Glaskuppel gesperrt. Freilich trachten die Bewohner Springfields danach, die Simpson-Familie zu lynchen; diese jedoch kann nach Alaska fliehen. Dort erfahren sie dann, dass Springfield sogar gesprengt werden soll. Während Marge die Stadt retten will, läuft Homer davon und betrinkt sich. Marge macht Schluss mit Homer und nimmt auch die Kinder mit.

Homer meint nun, die ganze Welt habe ihn verraten und hasse ihn. Trotzdem macht er sich auf, seiner Familie zu folgen. Er trifft dabei auf eine Eskimo-Frau. Sie versetzt ihn mit ihrem Gesang in Trance, um ihm zur Selbsterkenntnis zur Verhelfen. Homer bekommt eine Vision von der nach seinem Dafürhalten vollkommenen Welt (dergestalt verballhorn, als dass er und seine Familie vor dem Fernseher auf der Couch sitzen).

Homers Trance geht weiter: Er sieht sich von Bäumen umringt, die ihm bei seiner Selbstfindung (teils durch unsanfte Hiebe) behilflich sind. Auf einmal zerfließt sein Körper. Nun hat Homer die Erkenntnis: Es ist ihm nun egal, was mit ihm geschieht.

"Weil andere Menschen genauso wichtig sind wie ich. Denn ohne sie bin ich nichts!"

Nun aber kommt Homer zum gegenteiligen Ergebnis wie Shinji zunächst in "End of Eva":

"Wenn ich mich retten will, dann muss ich Springfield retten!"

Nun refiguriert sich Homers Leib wieder und er bekommt Beifall geklatscht, ebenso wie Shinji im Serienende. Nun macht er sich auf den Weg nach Springfield...

Damit vermochte NGE schlussendlich sogar auf die Simpsons - immerhin den Kinofilm - Einfluss auszuüben.

Genesis Rising: The Universal Crusade[Bearbeiten]

Die starken Referenzen zu NGE erschöpfen sich in diesem SciFi-Echtzeitstrategiespiel (PC 2007) keineswegs im Titel. So erscheint bereits das kosmologische Ausgangssetting samt Vorgeschichte als zutiefst evangelionesk:

In der dystopischen Welt von Genesis Rising steht die Menschheit anfangs kurz vor der Auslöschung durch extraterrestrische Invasoren. Jedoch taucht ein "Prophet" auf, der die letzten zersplitterten Gruppen zu einen und zu einem Aufstand zu begeistern sucht - zunächst erfolglos, wird er von den Aliens doch bald festgesetzt und hingerichtet. Seine Anhänger aber stilisieren ihn zu einem "Märtyrer" hoch, was ihnen entscheidenden "Kampfesgeist" beschert, so dass sie nicht nur in der Lage sind, die außerirdischen Besatzer zu schlagen und zu vertreiben. Mehr noch dreht die Menschheit den Spieß nun um und begibt sich, wie der Titel verlautbart, auf einen universalen Kreuzzug, infolge dessen der größte Teil des Alls schließlich okkupiert wird.

Hier nun setzt die Haupthandlung des Spiels ein. 3 Jahrtausende sind inzwischen vergangen, immer mehr hat die Menschheit erobert, immer höhere Technologien zu diesem Zweck erschaffen. Die bedeutendste ist die der Organiden. Dies sind Raumschiffe aus organischem Material, wandelbar durch Genmutation, und damit wie die Evangelions künstliche Lebensformen. Die wichtigste Grundsubstanz indes, die derlei Technik erst ermöglicht, ist die Bloodair, welche in Genesis Rising die Rolle des LCL innehat.

Regiert wird diese Menschheit vom Chair of Three, bestehend aus dem Oberhaupt des Militärs, dem Oberhaupt der Gerichtsbarkeit und dem Oberhaupt der Kirche - denn aus dem einstigen erfolgreichen Aufstand der Menschheit ist inzwischen eine dogmatische Religion geworden, mit dem Revolutionsführer als "Religionsstifter" und einem Papst, hier Bischof genannt, als "legitimer Nachfolger". Der "bürgerliche" Name dieses Mannes ist unbekannt. Bekannt ist allein die Tatsäche, dass er, wie Lorenz Kiel, aufgrund seines surreal hohen Alters von künstlicher organischer Technologie am Leben erhalten wird. Seine "Kirche" besitzt den auch einen ähnlichen Fanatismus wie SEELE.

Ziel des Spieles ist, stark vereinfacht ausgedrückt (denn die Komplexität und Variabilität ist allenthalben horrend), in das letzte noch nicht unterworfene Gebiet vorzudringen: Das Zentrum des Universums, wo der Ursprung allen Lebens und Seins zu finden sei: Das Universal Heart. Dies sei, nach Meinung des Dreierstuhls, das letzte Ziel der Menschheit, die dadurch endgültig aller irdischen Probleme ledig und gottgleich werde...

Sekirei[Bearbeiten]

SquareEnix, die Macher der berühmten Final-Fantasy-Videospielreihe, sind auch im Manga- und Animebetrieb recht erfolgreich tätig. Seit 2004 erscheint ein Druckwerk namens Sekirei, zu deutsch "Stelze" (eine Kleinvogelart), das 2008 auch animiert wurde.

Neben den auffälligen Ecchi-Elementen verdeutlichen sich auch einige wenngleich oberflächliche Anlehnungen an NGE. So handelt es bei den Sekirei um extraterrestrische Lebensformen, die 1999 auf der Erde notlanden mussten. Dabei war nur eine erwachsen, acht waren Embryos, und die restlichen 99 befruchtete Eier - was eine Gesamtzahl von 108 ergibt. Ihre DNA ist fast identisch mit der menschlichen.

Jede Sekirei bedarf eines passenden Ashikabi (dt. Schilfrohrzweig), durch dessen Kuss sie Engelsflügel erhält, die jenen Liliths in The End of Evangelion auffällig ähnlich sehen.

Weitere[Bearbeiten]

  • Die Metall-Gruppe Nightwish benutzte für das Coverfoto ihres Albums „Century Child“ (2002) eine kniende Engelin, die starke Ähnlichkeit hat mit dem berühmten Sadomoto-Artwork mit der auf Wolken knienden Rei-Lilith vor blutrotem Firmament. Auch einige Titel auf dem Album („End of all Hope“, „Dead to the World“) muten evangelionesk an. Die neue Single wird „Eva“ (!) heißen.
  • Im Egoshooter-RPG „Bioshock“ (2007) geht es um eine versunkene Stadt, die von zu Zombies gewordenen genetisch manipulierten Menschen bewohnt wird, dank einer wahnsinnigen Wissenschaftlerin, die auch eine Art Human Instrumentality Project vorhatte. Eine von unzähligen überlebenswichtigen Aktionen (die Handlung ist vielschichtig und komplex) ist das Sammeln von genetischem Material einer bestimmten Mutantenart genannt „Adam“ (!).
  • In dem Spiel Cyberbots von Capcom gibt es eine Mech version von dem Street Fighter Charakter Akuma , die in der japanischen Version des Spiels Zero Gouki heißt. („Zerogoki“ ist Eva-00)
  • Viele Leute vermuten , das Squaresoft Spiel Xenogears habe einige Ähnlichkeiten mit Neon Genesis Evangelion. Es wird angenommen, NGE war neben Star Wars , 2001 Odyssey im Weltraum, Solaris und Soylent Green ein Vorbild des Spiels. Dies haben die Mache des Spiels allerdings bestritten.(Ein englischer Artikel , der beide Werke miteinander vergleicht)
  • Der bedeutendste lebende deutsche Philosoph Peter Sloterdijk behauptet in seinem Hauptwerk „Sphären“, das menschliche Dasein spiele sich stets in solcherlei „Sphären“ ab. Das Individuum und seine Wahrnehmung sind eine „Sphäre“, entsprechend vereint es sich mit seiner Tätigkeit zu einer „Sphäre“, eine Clique ist eine „Sphäre“, ein Büroraum ist eine „Sphäre“, ein Plattenbau ist eine „Sphäre“, die Erde ist eine „Sphäre“, das Universum ist eine „Sphäre“, das ganze Sein ist eine „Sphäre“. Ausgangspunkt dieser Überlegung ist der vorgeburtliche Zustand des Menschen, wenn er sich nämlich noch in der Fruchtblase im Mutterleib befindet, welches seine erste „Sphäre“ ist. Der Mensch entsteht in und entwächst aus einer „Sphäre“, und diese „Sphärenhaftigkeit“ wird seine ganze Existenz lang „leitmotivisch“ bestehen bleiben; ja, alles im Universum läuft nach „sphärologischen“ Gesetzen ab. Der erste Band des Dreiteilers wurde 1998 veröffentlich, also genau im selben Jahr wie die dt. Erstaustrahlung NGEs, das die vorgeburtliche Situation eines Menschen samt „Sphärik“ ebenfalls zum Leitmotiv hat, befindet sich doch ein Children im mit LCL gefüllten Entry Plug in einer Art Fruchtblase, während der Eva, der die Seele der Mutter des jeweiligen Children enthält, eben diese Mutter stellvertritt; ist doch das A.T.-Feld auch eine Art Sphäre eines jeden Individuums; und lehrt NGE doch, dass ein jeder nurmehr seine eigene Interpretation von der Welt hat und somit in seiner eigenen Welt, seiner eigenen Sphäre lebt.
  • Soma Cruz, der (männliche!) Hauptcharakter aus „Castlevania - Dawn of Sorrow“ (NDS) scheint seinem Aussehen nach sehr stark an Rei Ayanami angelegt zu sein. [1]
  • In dem Film „One Hour Photo“ mit Robin Williams bittet der Junge Jake seine Mutter, ihm einen EVA-05 zu kaufen. Später schenkt Seymour (Robin Williams) ihm diesen EVA.

Etwas zum First Impact[Bearbeiten]

Aussage in den Geschichtbüchern[Bearbeiten]

Datei:Secondimpact.png
Ein Geschichtsbuch aus NGE berichtet über den Second, First Impact und den Entdecker des Second Impacts

Es wird immer wieder interpretiert, dass der First Impact in Neon Genesis Evangelion mit dem Aussterben der Dinosaurier zu tun hat. Aber das ist allem Anschein nicht wahr. Wenn man sich auf Neon Genesis Evangelion auf der englischen Wikipedia ansieht, ist beim kurzen Heruntergehen auf der rechten Seite ein Bild zu sehen, dass ein Geschichtsbuch zeigt, welches aus NGE ist und sowohl über den Second Impact (linke Buchhälfte) als auch über den First Impact (auf der rechten Buchseite, ganz oben) Relevantes beinhaltet. Es wird darin besagt, dass der First Impact im Grunde als Giant Impact bezeichnet wurde und statt vor 65 Millionen Jahren mit den Aussterben der Dinosaurier, eigentlich vor ungefähr 4 Milliarden Jahren stattfand. Damit ist die Theorie über die Geburt des Mondes gemeint: Ein riesiger Asteroid soll damals mit der noch jungen Erde zusammengestoßen sein, woraus sich der Mond bildete.
Nebenbei: Der Entdecker des Meteoriten für den Second Impact war der fiktive und im NGE-Geschichtsbuch erwähnte mexikanische Astronom Ceimoa Nan.

Diese Variante ist insoweit plausibler, als dass der Mond in NGE eine leitmotivische Rolle spielt.

Aussage nach einem Screenshot[Bearbeiten]

Der Weiße Mond in der Antarktis und die Vermutung über seinen Ursprung (roter Kasten, rechts unten).

Doch wenn man in Episode 21, Die Geburt von Nerv! sich einen ganz besonderen Screenshot ansieht, so scheint es, dass sich der First Impact doch vor 65 Millionen Jahren ereignet haben könnte. Auf diesem Screenshot ist rechts unten zu lesen, leider etwas unscharf zu erkennen, dass der Weiße Mond in der Antarktis, der beim 2nd Impact entstanden sein soll, schon lange vor dem ersten Menschen geschehen sei. In diesem roten Kasten steht: „Possibly created at time of Giant Impact“, zu deutsch: Wahrscheinlich entstanden zur Zeit des Gigantischen Impacts.

Das heißt, dass sich beide Aussagen über den First Impact, also die aus dem Geschichtsbuch und von diesen Screenshot aus, in ihrer Wahrheit und ihres Ursprungstadiums überschneiden. Denn evolutionär betrachtet, entstand die Antarktis vor über 170 Millionen Jahren und löste sich von Gondwana vor 140 Millionen Jahren nach Süden los. Die Antarktis existiert überhaupt erst seit dem Kambrium, also seit 500 bis 600 Millionen Jahren, sodass der First Impact sich doch wohl eher vor 65 Millionen Jahren erreignet haben soll. Allerdings ist hier vieles, was nicht dem wirklichen Ablauf in der Urgeschichte entspricht. Denn der Meteorit schlug nicht in der Antarktis, sondern im Golf von Mexiko ein. Scheinbar hat Hideaki Anno nicht sehr genau auf die wirklichen Geschehnisse aus der Urgeschichte geachtet.

Siehe auch[Bearbeiten]