Episode 10

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In dieser Folge müssen die Children, wie das Sprichwort heißt, den Sprung ins kalte Wasser wagen - oder besser gesagt: Ins heiße. Denn der achte Engel Sandalphon muss im Vulkan angegangen werden. Helfen gegen die äußere Thermodynamik noch D-Type-Ausrüstung - ein altmodisch wirkender Taucheranzug für den ganzen Evangelion - so sieht es bei der inneren und zwischenmenschlichen Psychodynamik freilich ganz anders aus...

Magmataucher
Sandalphon 01.jpg
Allgemeines
Episoden-Nr.

10

800px-Flag of Japan.svg.png Erstausstrahlung

06.12.1995

Originaltitel

マグマダイバー (Magumadaibā)

Zweiter Titel

'

Englischer Titel

Magmadiver

Regie
Autor

Hideaki Anno

Szenenbuch
Handlung
Hauptcharaktere
Engel
Handlungsorte

Vulkan "Asama" ("Asama yama"), etwa 150km nord-westlich von Old Tokyo

Kontext
Vorherige Episode

Episode 09

Nachfolgende Episode

Episode 11

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Handlung[Bearbeiten]

Asuka ist überglücklich, dass Kaji mit ihr shoppen geht. Es geht iht in erster Linie um einen Badeanzug für die Klassenfahrt nach Okinawa. Kaji findet das von ihr erwählte Modell zu "mutig", und Asuka findet Kaji "hinter der Zeit". Kaji selber hat wegen des Second Impact nie eine Klassenfahrt miterleben dürfen, wie er konstatiert. Asuka tut indes kund, wie sehr sie sich auf das Tauchen mit Pressluftflasche freue.

Daheim bei "Katsuragi's" sieht man Penpen auf dem Rücken in der Badewanne. Er erschrickt nicht schlecht, als es lautstark aus den Wohngemächern schallt. Asuka hat unüberhörbar das Schimpfen begonnen. Sie und Shinji haben gerade erfahren, dass sie gar nicht mitdürfen auf die Fahrt. Sie haben sich bereitzuhalten für eventuelle Kämpfe. Misato besteht darauf. Außerdem möchte sie, dass die beiden sich in der so freiwerdenden Zeit um ihre Schulnoten kümmern. Asuka schneidet nämlich – ganz in Kontrast zu ihrem frühen Universitätsabschluss und vor allem ihrem Gehabe - immer wieder erstaunlich schlecht ab, da sie die Kanji und Kana nicht lesen kann. Ob sie nicht wenigstens versuchen könne, sich ins japanische Schulleben zu integrieren, meint Misato etwas säuerlich grinsend.

Also macht sich die Klasse per Flieger auf zu ihrer Destination Okinawa. Derweil Hikari Horaki verspricht, Souvenirs mitzubringen, ziehen Kensuke Aida und Toji Suzuhara ihre zurückbleibenden "Children-Kollegen" durch den Kakao. Den Spaß, den sie hätten, würde durchaus auch für die Daheimgebliebenen genügen.

Inzwischen ist man im NERV-HQ damit befasst, wichtige Daten vom betreffenden Vulkan "Asama" im MAGI verarbeiten zu lassen. Maya Ibuki liest mit zittrigen Augen in einem namenlosen Buch, Makoto Hyuga verkneift sich krampfhaft das Lachen während einer Lektüre von "Weekly Boo", und Shigeru Aoba "spielt" genüsslich Luftgitarre. Ritsuko Akagi wundert sich - während sie sich Daten und Kaffee einverleibt - wie man unter solch gefährlichen Umständen solches Amusement wie einen Schultripp veranstalten könne. Misato meint, eben gerade weil die Zeiten so derbe sind, sucht man sich Ausgleich.

Shinji, Asuka und Rei sind derweil in NERV's Übungsschwimmbecken. Rei macht bereits Rückenschwimmübungen, die runde Deckenleuchte strahlt sie an. Shinji sitzt etwas abseits und lernt mit Laptop und mit einem ziemlichen Stapel Büchern Physik. "Du bist soo brav!" utzt Asuka ihn deshalb etwas sarkastisch. Und sie ist etwas pikiert, weil er "so eine einfache Gleichung" nicht lösen kann. Im Handumdrehen löst sie ihm die Gleichung, und Shinji - in verdutztem und gleichzeitig sarkastischem Ton - bohrt nach, weshalb sie im Schultest so schlecht gewesen sei, aber ihm hier so gut habe helfen können. Asuka antwortet, dass sie an der Uni nicht alle Kanji habe lernen können und die Fragen deshalb nicht ohne weiteres lesen gekonnt habe. Und man erfährt, dass sie an dieser Uni ihren Abschluss bereits gemacht hat.

Asuka konnte zwar die Formel lesen und lösen, aber immer noch nicht den Text. Sie frägt Shinji; und der sagt ihr, dass es um "das Problem der Thermischen Ausdehnung" geht. Schippisch, fast abwertend meint Asuka, das sei doch "ganz einfach", denn Materialien würden größer, wenn man sie erwärme, und schrumpften, wenn sie abkühlten. Dann macht sie einen berühmten Ausspruch:

„Na wir wollen mal sehen. Also was glaubst du? Wachsen meine Brüste auch, wenn ich sie mit den Händen ein bisschen anwärme?“

Dabei fasst sie sich auch an dieselben, grad so, als wolle sie sie tatsächlich jetzt aufwärmen und vergrößern...
Dies verursacht bei Shinji freilich ziemliches (Fremd-)Schämen; Asuka möge ihn bitte nicht fragen, er wisse es nicht. "Du bist langweilig!" meint Asuka da nur abwertend. Während Shinji sich noch "zu Ende schämt", fällt ihm weiter vorn am Becken Rei auf, die sich abtrocknet...
Asuka unterbricht ihn, er möge sie beim Rückwärtseintauchen mit Pressluftflasche bewundern.

Derweil sind Fuyutsuki, Ritsuko, Shigeru und Maya im NERV-HQ in einem Monitorraum zu Gange. Der Monitor ist in den Boden eingearbeitet und 14 Fuß breit (was an zwei Messlatten, die sich über und unter dem Monitor befinden, ablesbar ist). Dort begutachten sie Bilder aus dem Vulkaninneren, wie Röntgen- oder Ultraschallaufnahmen aus einem Mutterleib. Da die Abbildungen zu unscharf sind, um zu beurteilen, ob es tatsächlich ein Engel ist, hat man sich bereits MAGIs Einschätzung eingeholt. "50:50" gibt Maya diese kund.

Misato und Makoto sind mit einem "weltlichen" Researchteam vor Ort. Man taucht mit einer speziellen Kamerasonde nach dem vermuteten Engel und beobachtet die Resultate in einem stählernen Labor am Bildschirm. Aufgrund von Hitze und Druck ist das Tauchgerät freilich drauf und dran, zu bersten. Allerdings würde NERV in diesem Falle problemlos zahlen, so Misato. Gerade als das Gerät endgültig kaputtgeht, kann Makoto noch das berühmte "Blood Type Blue" aussprechen. Dies bedeutet nun: Das Labor wird in jeder Hinsicht abgeriegelt, NERV hat nun das Oberkommando. Alles von innerhalb der letzten sechs Stunden und auch alles folgende innerhalb dieser Operation ist von nun an streng geheim. (Dennoch benutzt Misato dann eine zunächst offene Leitung, um Gendo zu informieren und eine "A-17"-Autorisation zu erhalten - allerdings erfährt man dann, dass NERV auch Leitungen von außerhalb auf Knopfdruck zur Geheimleitung umschalten kann...)

Indessen versuchen Gendo und Kozo das SEELE-Kommittee davon zu überzeugen, dass es wichtig sei, den Engel lebend zu kriegen, aller Gefahren zum Trotz. Dies betrifft weniger die enorme Hitze im Vulkaninneren, als vielmehr die Geschehnisse beim Second Impact. Bekanntlich hatte der Kontakt mit Engel Adam zur globalen Katastrophe geführt. Man willigt schließlich ein, doch Lorenz Kiel meint noch, dass ein Versagen nicht toleriert würde. Nachdem sich die SEELE-Hologramme "verdunkelt" haben, meint Fuyutsuki nur sarkastisch, ein "Versagen" habe die Auslöschung der Menschheit zur Folge. Gendo derweil - auf Kozos rhetorische Frage, ob er es denn tatsächlich wagen wird - grinst nur süffisant...

Im "Bodenmonitorraum" geben Ritsuko und Maya den Children die nötigen Anweisungen und Infos. Asuka drängelt sich natürlich wieder vor, sie allein sei geeignet. Shinji fürchtet sich innerlich davor, dass er wieder ran müsse. Doch mehr oder minder überraschend ernennt Ritsuko Asuka tatsächlich zur "Frontfrau". Mit einem unüberhörbaren "HAAIII!!" (jap. hier "Jawohl!") bestätigt sie. Nun ist Shinji auf einmal etwas eingeschnappt. Auch Rei hakt noch einmal nach: Aber EVA-00 habe nicht die notwendige Ausstattung, so Ritsuko. Freilich wird sie deshalb prompt von Asuka gehänselt, worauf sie, wie so oft in unangenehmen Situationen, demonstrativ stoisch bleibt.

Sodann bekommt Asuka von Ritsuko in der Umkleide ihren speziellen hitzeresistenten Plugsuit verpasst. Sie erkennt zunächst keinen Unterschied zum Standardmodell, bis sie jedoch auf Ritsukos Anweisung eben den speziellen Schutzmechanismus aktiviert - und schon bläht sich der Suit auf wie ein Luftballon. Asuka bleibt sogar zwischen zwei Spinten stecken. Nebenan, im "Umkleideraum" Nigokis, sieht man dann, dass auch er mit einem Schutzanzug bedacht wurde - der D-Ausrüstung. Dieser Anzug, der Hitze, Überdruck und Radioaktivität gleichermaßen abhalten soll, hat das Aussehen eines nostalgischen Taucheranzugs und verleiht der Einheit 02 eine fast "adipöse" Erscheinung. Asuka kommt, immer noch "aufgebläht", in diesen Raum und ist sichtlich (und hörbar!) geschockt.

"Mein armer EVA 02. Er muss doch Platzangst kriegen."

Sie will schon hinschmeißen, denn so eine "Blamage" komme für sie nicht in Frage, das sei eher was für Shinji, meint sie. Kaji, von etwas weiter weg auf einer Treppenempore, stichelt gegen sie. Er sei enttäuscht, so sehr habe er sich schon gefreut, sie in Aktion zu sehen. Asuka ist es jetzt freilich noch peinlicher, sie ist schon im Begriff, wegzurennen. Aber: Es meldet sich Rei und bietet sich als Ersatz an. Asuka ist erbost und schlägt Rei's Hand weg. Jetzt ist Asuka bereit: Auf keinen Fall lasse sie es zu, dass Rei "ihren" Nigoki betritt. Auch seinetwegen will sie es schnell zu Ende bringen.

"Wir holen dich da bald wieder raus!"

Nunmehr werden also die Einheiten 01 & 02 zu ihrer Destination verbracht, via Flugzeug. Mehrere Spezialwägen (Kran, Laser, Aufsicht etc.) warten schon. Misato leitet die notwendingen Erstschritte im Aufsichtswagen ein, mit dabei sind Makoto und eine unbekannte Frau.

Asuka hatte sich schon gefreut, bei Kaji wieder einmal einen guten Eindruck hinterlassen zu können. Jedoch:

"Der Obermacho ist nicht mitgekommen"

...gibt Misato schnippisch (und angesäuert) zu verstehen. Besagter Kaji verweilt währenddessen in einer Freizeitgondel und erzählt einer wildfremden (!) Person, dass aufgrund des A17-Status sogar Gelder eingefroren wurden, auch wenn dies so manchen Leuten nicht passen werde. Der Befehl kam von "ganz oben", ein Scheitern würde wohl das Ende der Menschheit bedeuten.

Ritsuko und Maya sind derweil in einer Art Überwachungszelt zu Gange. Da Shinji sich über Kampfflugzeuge wundern, machen sie ihm klar, dass im Falle eines Versagens mittels N²-Waffe alles in die Luft gejagt werde, auf Befehl von Kommandant Ikari - Shinjis Augen beginnen zu zittern...

Die Evangelion Einheit 02 - bestehend aus Pilotin Asuka samt Spezialanzug und Evangelion Nigoki samt Kampfanzug - werden nun also in die Glut hinab gehievt. Obwohl Asuka das Magma alles andere als geheuer ist, neckt sie Shinji abermals und posiert fast angeberisch beim Eintauchen. Daraufhin kann Shinji nur einen Seufzer ablassen. Im Magma muss Asuka auf den CT-Monitor umschalten, um überhaubt etwas zu sehen. Bis 1.000 Fuß Tiefe läuft alles problemlos. Nun sei auch die maximale sichere Tiefe erreicht, konstatiert Maya. Dann kracht zunächst ein Kühlsystem - aber nichts schlimmes, heißt es. Und von Misato heißt es: Weiter! Makoto dreht sich um und blickt zu Misato empor - verkneift sich aber zunächst ein Aufmucken. Misato erkundigt sich, wie sich Asuka fühle. Alles bestens, gibt Asuka kund. Sie will es hinter sich bringen und danach eine Dusche nehmen. Misato verspricht ihr, nach erfüllter Mission eine nahgelegene heiße Therme aufzusuchen. Aber - die Tiefe wird enormer und enormer, und schon ist das Progressive Knife abgekracht.

Makoto ist in ernstlicher Sorge; schließlich sitze ein Mensch im Eva. Misato jedoch besteht auf ein unbedingtes Fortsetzen, und sie betont, dass sie das Kommando habe.

"Ich leite diese Operation! Noch weiter tauchen!"

"Misato hat recht! Ich komm hier schon klar! Gar kein Problem[1] stärkt Asuka Misato (und in Wahrheit sich selber) den Rücken.

Kurz vor dem direkten Sichtkontakt erinnert Ritsuko Asuka daran, dass sie womöglich nur einen einzigen Versuch haben wird, um den Engel im elektromagnetischen Käfig gefangen zu nehmen.

"Du hast nur eine Chance! Wenn du am Objekt vorbei bist, treibt die Lava dich weg!"

Asuka macht sich freilich keine Sorgen und ist wie immer siegesgewiss.

Bei dem Engel handelt es sich zunächst um ein perfekt ovales schwarzes Ei. Es liegt oder schwebt von Asuka (und dem Publikum) aus gesehen quer in der Magma. Der längste Durchmesser hat etwa das doppelte Ausmaß einer Evangelion-Körperlänge, der kürzeste etwa genau das Ausmaß eines Evas. Asuka kann den Kafig zunächst ungehindert um den Engel herum aktivieren. Ein jeder im Team atmet tief durch. Asuka prahlt natürlich wieder ein wenig, obwohl sie sich zugleich abermals über das unbequeme Outfit beschwert.

"Du warst sicher ängstlicher als ich!"[2] kokettiert Asuka gegenüber Shinji, als er sich nach ihrem Befinden erkundigt.

Misato zeigt zunächst äußerlich keinen Anschein der Erleichterung, obwohl sie Asuka für den Erfolg lobt und ihr den Rücken stärkt - mit bierernster Miene. Ritsuko ringt ihr jedoch das Eingeständnis ab, dass sie natürlich genauso Angst hatte und nun erleichtert sei. Misato schiebt schnell ein Sachargument dazwischen - kein Wunder sei dies, denn wenn man einem der Engel nicht rasch genug Herr werde, trete schnell der Third Impact ein. Ritsuko lässt den "Zwischenschub" zu - will sie doch ebensowenig einen weiteren Impact miterleben.

Da fängt der Engel an zu rebellieren. Ritsuko ist schockiert; mit einem so schnellen Schlüpfen hat niemand wirklich gerechnet. "Hält der Käfig?" frägt Misato. "Einen Engel? Nein!" antwortet Makoto. Und tatsächlich durchbricht der Engel den elektromagnetischen Käfig. Nun hat die Liquidierung des Engels höchste Priorität, und dementsprechend gibt Misato den Befehl. Asuka freut sich wie so oft darüber, sich im Kampfe beweisen zu können. Jedoch fällt ihr dann ein, dass sie ihr Progressivmesser verloren hat. Zunächst kann sie nur unnützen Ballast loswerden - gerade noch rechtzeitig für ein erstes Ausweichmanöver. Asuka beschwert sich wieder über ihren Schutzanzug, der sperrig ist und Hitze und Schweiß aufstaut - und somit nun fast zum Hindernis wird. Selbstverständlich ist in der Magma auch die Sicht lausig.

"Und wenn mich dieser Engel nicht umbringt, dann dieser Schutzanzug."

Misato ordnet unterdessen der Einheit 01 an, der Einheit 02 ein Messer herunter zu werfen. Shinji tut dies schwungvoll und fast ein wenig theatralisch. Asuka wird da freilich ungeduldig und pflaumt Shinji an, ob er denn nun endlich geschmissen habe. 40 Sekunden würde das Messer benötigen, um die Magma eher herunter zu schweben als zu fallen.

Freilich nutzt der Engel Asukas zeitweilige Wehrlosigkeit und bläst zum Angriff. Man sieht ihn im Wasser gleitend fliegen wie ein Wal. Er hat seine Embryoform, wie es scheint, binnen Minuten abgelegt und zeigt seine erwachsene Gestalt. Asuka bekommt nun Panik. Ihr tönendes "IYA!!" - jap. hier "NEIN!!" - hat leitmotivische Bedeutung. So schreit sie verzweifelt Shinji bzw. das Messer (!) an, dass sie sich mit Runterwerfen und Runterfallen "beeilen" sollen. Nun sieht man die Gestalt des Engels komplett:

Etwas froschmäßig, vor allem die Augen, etwas quallenhaft - doch vor allem mit tentakelartigen Armen. Mann kann zwei kurze Fühlerstummel auf dem Rücken sehen, und auf seiner linken (von Asuka und dem Publikum aus rechten) Seite ein einseitig platziertes Augenpaar. Was davon die echten Augen sind - wenn er denn überhaupt "konventionelle" Augen besitzt - kann nicht sicher gesagt werden.

Verzweifelt reckt sich Asuka nach dem zu ihr herunterschwebenden Messer; und in dem Augenblick, als sie es ergreift, ergreift der Engel auch sie, im allerwahrsten Sinne des Wortes. Seine beiden Flügel werden nun zu Armen - mit Händen und fünf gleich langen und dicken Fingern. An diesen Fingern scheint er Schwimmhäute zu haben; oder es sind Kiemen - dies wären dann Atmungsorgane (in der Magma!); oder aber Zotten ("Saugnäpfe"), die die Beute am Entkommen hindern sollen. Mit der linken Hand packt er die Klinge des Progs - Funken sprühen - mit rechts packt er die Einheit 02 an der Kniekehle. Dann saugt er sich mit seinem Maul am Helm der Einheit fest, als wolle er sie verschlingen oder aussaugen.

Oben beim NERV-Team ist man schockiert darüber, dass der Engel trotz (oder wegen?) der kochenden Magma "sein Maul öffnen kann".

Asuka bekommt währenddessen vom Engel das Bein von Nigokis D-Anzug abgerissen. Wütend versucht sie seine einseitig-linken Augen mit Shinji's/Shogoki's Prog kaputtzustoßen; aber das scheint überhaupt nichts zu bewirken. Fast sieht es so aus, als seien dies überhaupt keine echten Augen (oder aber äußerst stoßfeste).

"Wenn das Ding bei Hitze und dem Druck offenbar in seinem Element ist, nutzt uns das Messer nichts!" schlussfolgert Ritsuko. Was man machen könne, wirft Makoto hinein. Da erinnern sich Asuka und Shinji gleichzeitig an die "thermischen Ausdehnung". Asuka lässt Nigoki einen der Kühlschläuche herausziehen und dem Engel ins Maul stecken. "Was Kühles gefällig?" geifert sie den Engel an. Das NERV-Team greift die Idee begeistert auf. Asuka bekommt nun de facto die Befehlsgewalt:


"Legt den Kühlmittelvorrat sofort in Kreislauf 3 um!"


Der Engel beginnt (verzweifelt?) zu zappeln. Nun kann Asuka, abermals unter ziemlichen Funken, das Messer dem Engel ins Auge setzen. Kurz vor seinem Ableben reißt der Engel Asuka noch die Halterungen durch, an denen sie mit ihrem EVA in der Magma schwebt. Es sind dies zugleich die Kühlschläuche. Dann brüllt er einen schrillen Todesschrei. Er zerbröselt förmlich und löst sich in der Magma auf.


Freilich ist der "evangelioneske" Schutzanzug nun unbrauchbar. Hitze und Druck fangen an, Nigoki's Anzug zusammenzustauchen, und auch innendrin sprühen die Funken nun fürchterlich.


"Was nützt der Sieg? Das war es dann: Ich bin so gut wie tot!"


Asuka's Verzweiflung ist unübersehbar und -hörbar; und diesmal kreischt sie nicht, sie scheint sich mit dem baldigen Tode abgefunden zu haben. Doch da bremst sie etwas abrupt ab: Es sind Shinji und Shogoki, letzterer mit leuchtenden Augen. Auch Asuka ist berührt - auf die ihr gemäße Art formuliert sie es, mit zugleich warmem und erleichtertem Gesichtausdruck, folgendermaßen:

"Idiot! Das machst du, um anzugeben!"


Nach getaner Arbeit löst Misato nun ihr Versprechen ein. Man hat sich ins Badehotel Chikamiya begeben, das sich in traditionell-japanischem Architekturstil darstellt. Unweit im Hintergrund schimmert der Berg Asama hervor, derweil im Vordergrund sich ein thermales Gewässer befindet, das vor Hitze dampft. Wahrscheinlich wurde das Hotel auf diese Therme "draufgesetzt". Eine Steintreppe führt von der Straße nach unten; einen Brückenansatz sieht man gerade noch ins Bild hineinragen. Ein Kleinbus steht vorm Hotel mit der Aufschrift "Kühltransporte" (sein Firmenlogo enthält die bekannten Farben rot und blau!). Mit dem Kültransporter wurde - dank Kaji - Penpen in einer Schachtel geliefert. Shinji staunt nicht schlecht, als ihm Penpen quasi entgegenspringt.

Im "Bereich für männliche Badegäste" fühlt sich Shinji sichtlich pudelwohl, während er nackt im heißen Wasser sitzt. Die Wangen laufen ihm rot an und er konstatiert:

"So muss es im Paradies sein! Ich hätte nie gedacht, dass ein heißes Bad so angenehm sein kann!"

Penpen schwimmt indes auf dem Wasser, fast ein bisschen wie ein Schwan.

Asuka unterbricht die Szenerie abrupt. Ob Shinji sie hören könne; ja, könne er, so antwortet er gewohnt in sofortiger Folgsamkeit. Er möchte doch bitte mal das Shampoo über die Sichtschutzwand schmeißen, die mehrere Meter hoch ist. Er erkundigt sich sicherheitshalber, ob man "so weit" sei, und Asuka drängt ihn, endlich zu werfen.

"Kannst du nicht aufpassen, wohin du zielst, du Trampel? Das war meine empfindlichste Stelle!"

Freilich war es jetzt wieder falsch, was Shinji gemacht hat; sein entschuldigendes "Gomen!" lässt nicht lange auf sich warten. Misato, im wahrsten Sinne des Wortes auf der anderen Seite, will diese "empfindliche Stelle" gleich "begutachten":

Misato: "Bist du auch da kitzelig?"
Asuka: "Nicht! Finger weg!"
Misato: "Komm schon! Sei nicht so prüde!"

Shinji wird abermals rot auf den Wangen - und Penpen, der sich grad vor Shinji befindet, reißt ziemlich die Augen auf.

"Ich glaube, das war keine thermische Asudehnung. Wie peinlich!"

...kann Shinji nur noch konstatieren, nachdem er sich eiligst mit beiden Händen bedeckt und bis zur Nase untergetaucht ist.

Auf der anderen Seite des Holzwalles sitzen Misato und Asuka am Wasserand und schauen dem Sonnenuntergang zu. Die Sonne taucht den Himmel ins orangene, bevor sie, von zwei Hügeln umgeben, wohl bald untergehen wird. Asuka fällt bei Misato eine Narbe auf, direkt unter der rechten Brust, noch im Rippenbereich. Es sei dies "eine Art Andenken an den Second Impact". Asuka spricht Misato darauf an, ob sie denn wirklich so genau über sie bescheid wisse. Selbstverständlich, schließlich gehöre dies zu "ihrem Job". Asuka möge sich aber den Kopf darüber nicht zerbrechen - denn "das ist jetzt alles Vergangenheit"...


[...]

Anmerkungen[Bearbeiten]

  1. Hier weichen die Übersetzungsversionen immens voneinander ab. In der dt. Tonspur - entgegen der Subtitelversion - ist Misato (Julia Kaufmann) viel trotziger: "Ich leite diese Operation so, wie ich es für richtig halte! Noch tiefer tauchen!"; während Asuka (Julia Ziffer) ebenso "verstärkt" wird: "Misato hat vollkommen recht! Ich komm hier unten schon klar! Überhaupt kein Problem!"
  2. Die Übersetzungen differieren auch hier recht krass. So heißt es in den amerikanischen Untertiteln: "Fear is worse than danger itself!"; dahingegen schreibt Christof Weber in seinem Skript ("Literal Translation Series"): "Das war einfacher als ich dachte, weißt du. Kinderleicht für mich." In den gesprochenen Fassungen heißt es indessen "Du hast da oben sicher mehr Angst gehabt als ich!" (Julia Ziffer) bzw. "The only thing we have to fear is fear itself!" (Tiffany Grant)


„Neon Genesis Evangelion“-Episoden
01: Angriff der Engel | 02: Das Ungeheuer | 03: Ein neuer Schüler | 04: Das Stachelschwein-Dilemma | 05: Rei I
06: Rei II | 07: Menschenwerk | 08: Asuka schlägt zu! | 09: Wer nicht tanzt der nicht gewinnt | 10: Magmataucher
11: Der Tag, als Tokio-3 still stand | 12: Der Preis eines Wunders | 13: Der Engel im System | 14: SEELE: Thron der Seelen
15: Lüge und Verschweigen | 16: Zwischen Leben und Tod | 17: Fourth CHILD | 18: Im Zwiespalt | 19: Introjektion
20: Essenz der Seele | 21: Die Geburt von NERV | 22: Psycho-Attacke | 23: Rei III - Tränen
24: Anfang und Ende - Der Letzte Botschafter | 25: Liebst du mich? | 26: Sei gut zu dir selbst
End of Evangelion
25: Air | 26: My Purest Heart for You