Episode 08

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Der dritte Evangelionpilot, 2nd Children Asuka Langley Soryu, wird in dieser Folge vorgestellt - zusammen mit ihrem EVA Nigoki und dem Engel Gaghiel, gegen den sie zusammen mit Shinji Ikari in einen plötzlichen (?) Showdown verwickelt wird.

Auch Ryoji Kaji wird vorgestellt: Er hat den embryonalen Adam im Koffer, um ihn Gendo Ikari zu übermitteln. Und er wird sich als die alte Problembeziehung zu Misato Katsuragi und die jetzige Flamme von Asuka herausstellen.

Vor allem aber wird es um die inneren und äußeren Konflikte der Organisationen und Flotten – und natürlich der Charaktere – gehen...


Asuka schlägt zu!
Otr-eva02.jpg
Allgemeines
Episoden-Nr.

08

800px-Flag of Japan.svg.png Erstausstrahlung

22.11.1995

Originaltitel

アスカ、来日 (Asuka, rainichi)

Zweiter Titel

'

Englischer Titel

Asuka strikes!

Regie
Autor

Hideaki Anno

Szenenbuch
Handlung
Hauptcharaktere
Engel
Handlungsorte

Pazifischer Ozean nahe Neo Tokyo-3

Kontext
Vorherige Episode

Episode 07

Nachfolgende Episode

Episode 09

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Handlung[Bearbeiten]

Misato hat Shinji, Toji und Kensuke (später von Asuka als „Baka Trio“ tituliert) mitgenommen, um sich mit einer UN-Flotte zu treffen, die vom Militärhafen Wilhelmshaven kommt und bald in Yokosuka anlegen soll. An Bord hat die Flotte das 2nd Children Soryu Asuka Langley, geboren und trainiert in Deutschland (und den USA), und die in Deutschland gebaute Evangelion Einheit 02 Nigoki.


Misato und die Jungs sitzen im Militär-Hubschrauber MIG 55D. Kensuke Aida ist, wie man es von ihm gewohnt ist, ganz verzückt darüber – und über die „Fünf Flugzeugträger und vier Kriegsschiffe“. Sie sind die Geleitflotte für Nigoki, vom Flottenkapitän abfällig bezeichnet als „Kinderspielzeug, für den man leichtsinnigerweise einen Stecker mitgebracht hat“, sowie auch Asuka und Adam. Die Schiffe sind alles „Pre-Second-Impact-Dinosaurier“, die die UN immer noch regelmäßig gebraucht. Toji hat anfangs eine Mütze auf.


Auf der „Over the Rainbow“, dem Flaggschiff der Flotte, begegnen Misato und das Trio nun dem 2nd Children. Kensuke ist unverhohlener Dinge auf Deck gerannt, Toji ihm gefolgt. Asuka und Misato erkennen sich noch von früher. Asuka trägt ihr bekanntes gelbes Kleid.


Es folgt die berühmte Doppelbackpfeifszene: Durch einen Windstoß verliert Toji seine Mütze. Sie kullert über das Deck und wird durch Asuka mit dem Fuß "festgehalten" (d.h. auf den Boden gedrückt). Toji wird so auf Asuka verstärkt aufmerksam - und sieht, wie durch einen Windstoß Asukas Kleid emporgehoben und ihre Unterhose entblößt wird. Dafür bekommt Toji von Asuka eine gewischt; dann noch mal eine, weil er sich revanchiert hat, indem er vor ihr seinen „Chibi Toji“ entblößt hat. Sodann sieht man ein kleines verbales Kräftemessen zwischen Flottencaptain und Misato.


Der Captain weigert sich, Misato die Befehlsgewalt zu übertragen (formal durch Unterschrift), hat er doch die Befürchtung, sie würde dann „machen, was sie wolle.“ Erst auf dem Festland, im buchstäblich sicheren Hafen, würde er abtreten. Es sei dies der ausdrückliche Wunsch der deutschen NERV-Stätte. Misato macht ihrerseits klar, dass im Notfalle die japanische NERV-Abteilung, in Gestalt ihrer Person, die Befehlsgewalt automatisch bekäme. Und dieser Notfall in Gestalt des Engels Gaghiel sollte bald eintreten…


Derweil Kapitän und erster Offizier pikiert darüber sind, dass „Kinder die Erde retten“ sollen, auch noch mit solchem „Spielzeug“, tritt Kaji auf die Bühne. Asuka freut sich, buchstäblich, kindlich darüber – Misato weniger, was sie pampig und patzing zu verstehen gibt. Kaji ist auch sehr direkt und fragt Shinji nach der „derzeitigen sexuellen Aktivität“ Misatos. Shinji ist freilich zutiefst perplex ist darüber. Asuka ist erschüttert, als sie von Kaji erfährt, dass Shinji auf Anhieb, ohne jedwede Vorbildung, auf 40% Synchronrate hochgekommen ist, wo sie selber monatelang trainieren musste. Vor allem hatte sie sich vorher noch abfällig über das 3rd Children geäußert. Nachher legt sie es freilich wieder andersherum aus: Nämlich liege es daran, dass die Evas 00 und 01 "lediglich" Prototypen seien, aber 02 der erste "vollwertige" Evangelion, speziell zu Kampfeszwecken in die Welt gesetzt. Daher auch die Notwendigkeit harten Trainings. So zumindest macht sie es Shinji weis, als sie ihm voller Stolz "ihren" roten Eva präsentiert.


Sodann taucht Engel Gaghiel auf. Lautstark donnert es im Meer. Asuka freut sich sichtlich darüber, sich nun unter Beweis stellen zu können. (Ihr „Wunderbar!“ wurde zu einem ihrer Markenzeichen.) Ein Schiff der Geleitflotte ist bereits abgesunken. Misato macht dem Captain klar, dass Konventionalwaffen, egal mit wieviel Getöse, nutzlos gegen ein AT-Feld sind.

Kaji telefoniert derweil mit Gendo. Denn Kaji hat "nicht mit dem Angriff eines Engels gerechnet". Aber genau deshalb ist EVA 02 mit an Bord, so Gendo. Shinji ist sogar als "zweiter Reservepilot" dabei. Und Kaji müsste im schlimmsten Falle irgendwie alleine flüchten.

Eine weitere vielzitierte und -parodierte Szene erscheint, die Baumkuchenszene. Asuka will Shinji nun ihre Skills präsentieren. Mehr oder minder zwingt sie ihn, mit in den EVA zu steigen. Nun sind beide im roten Plugsuit in Nigoki. Asuka möchte ihren Eva dann in deutscher Sprache hochfahren, jedoch bringt Shinji dies durch sein "japanisches Denken" durcheinander. Er solle "gefälligst auf deutsch" denken d. h. sprechen. Er bringt jedoch nur unter größerer Mühe das berühmte "Boahmkürchen" zusammen, mit "BAKA!" als Reaktion durch Asuka, die dann notgedrungen auf "nihongo" switcht. (In der deutschen Dub sagt Shinji „Schitzel, Pumpernickel...“)

Misato auf der Brücke macht derweil überhaupt keine Bemühungen, formal die Befehlsgewalt vom Captain zu holen – vielmehr kommt es zu einem Slapstick-Kampf um das Mikro, das die Verbindung zu Nigokis Entry Plug darstellt. Auch Asuka unternimmt keinerlei Anstrengungen, von Misato eine Einsatzorder zu erfragen. Misato freut sich trotzdem über den gemeinsamen eigenmächtigen Einsatz von Asuka und Shinji; und auch er ist hörbar guter Dinge.

Der Kampf beginnt. Da EVA 02 nur mit B-Ausrüstung versehen ist, bleibt lediglich eine Minute Energiereserve. Der Engel zieht zunächst undefinierbare Bahnen unterhalb der Wasseroberfläche, lediglich auszumachen durch eine Gischtspur. Deshalb entscheidet sich Asuka, ihm schlicht hinterher zu hüpfen – mit den Schiffen der Flotte als Plattformen. Shinji wird übel dadurch, und manche Kampfflugzeuge, die auf dem Hauptschiff platziert waren, rutschen ins Wasser. Misato, der Kapitän und die Jungs kriegen dies auf der Brücke des Hauptschiffs mit. Nigoki selber fällt ums Haar ins Meer. Diese "Verschwendung" schmerzt wiederum Kensuke, der dies alles mitfilmt.

Eiligst hat man derweil das Umbilikalkabel bereitgestellt, und wickelt es ab von einer riesigen Spule, wie einen Feuerwehrschlauch. Asuka steckt es "sich" und ihrem Eva in den Rücken. Dass, wie Shinji bemerkt, keine Schusswaffen vorhanden sind, stört sie nicht – im Gegenteil: Sie kann so zum Progressive Knife greifen. (Die Szene wurde abermals zu einem bleibenden Bild.)

Gaghiel kommt während dessen an die Oberfläche. Zunächst könnte man ihm u-boot-haftes Aussehen unterstellen. Auch hat er die "Engelsmaske" frontal auf dem Rücken, mit der schon Sachiel als Gesicht auftrumpfte. Dann aber taucht er in seiner vollen "Pracht" aus dem Wasser empor: Ein Mischling aus weißem Wal und Krake, und groß wie ein Schiff. Er springt dann auch auf Nigoki und das darunter liegende Schiff drauf, und reißt den Eva und die Children in die Tiefe. Misato ist besorgt, dass der Eva in der B-Version kaum einem Unterwasserkampf standhalten könne – und gerade dies motiviert Asuka sichtlich und hörbar.

Das "Unterwasserpaar" sinkt also den Ozean herab und rutscht über den Boden, der das versunkene Alt-Tokio darstellt. Das Kabel geht auch zu Neige. Der Engel verschwindet zunächst. Nigoki jedoch reagiert nicht und die Gedankensynchro klappt nicht, er hängt sozusagen regungslos im Meerwasser. Asuka verlangt von Shinji, etwas zu tun; als er dann aber die Steuerung in die Hände nimmt, wird sie sauer, dass er es "ohne ihre Erlaubnis" getan hat.

Misato derweil freut sich zunächst, Kaji zu sehen: Er sitzt in einem Kampfbomber hinten, etwas abseits an Deck, mit einem Piloten vorn. Sie ist dann aber zutiefst pikiert, und mit ihr auch die beiden Baka-Trio-Jungs, als er dann einen auf "Verschwindibus" macht. Sie wissen nicht, dass er im Koffer Adams Embryo sicher zu Gendo zu verbringen hat. Dann aber fängt sie sich Misato wieder und wird von Toji auf die rettende Idee gebracht: Zwei Schiffe, die über- und unterwasserfähig zugleich zu sein scheinen, werden vollständig evakuiert und parallel auf Tauchgang geschickt. Shinji und Asuka haben nun Gaghiels Maul zu öffnen, und dieses wird ihnen nur durch vereinte Kraft möglich sein. Gaghiel zeigt sich auch wieder und schnappt sich Einheit 02. Diese hängt nun mit dem "Hintern" aus seinen Zähnen heraus, während Asuka und Shinji drinnen im Rachen, an Stelle eines Zäpfchens, die S2 Engine zu sehen bekommen. Angestrengt versuchen beide, die Synchro zu reaktivieren die Öffung des Mauls "herbei zu denken".

Im letzten Augenblick vor Eintreffen des Schiffspaars gelingt es ihnen: Nigoki reaktiviert sich und drückt buchstäblich mit Händen und Füßen das Maul auf. Die Schiffe rammen mit den Bugen (=„Frontpartien“) vorne rein ins Maul und machen Feuer frei. Durch die Feuergewalt bläht sich der Engel auf und geht mit Getöse in die Luft. Auch Asuka, Shinji und Evangelion 02 werden ausgespuckt und landen an Deck des nächsten Schiffes. Die drei sacken dann erschöpft zusammen.

Letztlich hat man's doch noch zum Zielhafen gebracht, und auch Ritsuko Akagi ist eingetroffen. Misato fühlt sich schlecht, weil sie das Erscheinen des Engels nicht vorausgesehen hat. Ritsuko wundert sich halb im Scherz darüber, dass sich Misato entschuldige. Misato aber korrigiert sich schnell und kommt auf die vielen aussagekräftigen Daten zu sprechen, die man sammeln konnte. Die Synchronrate hat einen neuen Höchststand erreicht, wie Ritsuko betont, von beiderseits Shinji und Asuka. Dies sei wohl durch die Gewissheit der Gefahr gekommen, so Misato. Inzwischen kommt auch Asuka angerannt und fragt ganz wuschig nach Kaji - dieser ist aber wohl schon im NERV-Hauptquartier, so Misato sichtlich entnervt.

Tatsächlich hat Kaji dort Gendo bereits den Koffer präsentiert, worin der fetale Adam im Bakelit eingegossen verweilt - der "Schlüssel zum HIP"...

Im Epilog sieht man das baldige Idiotentrio in ihrer Schulklasse. Sie sind erleichtert, den "Roten Dämon" wohl nicht mehr sehen zu müssen und bemitleiden Shinji, dass er wohl jeden Tag nun mit ihr arbeiten müsse. Am Ende sind sie alle geschockt: Asuka stellt sich als neue Klassenkameradin vor.


Analyse[Bearbeiten]

Achtung, Theorie! Theorie

Der folgende Abschnitt beschreibt umstrittene oder nicht abschließend geklärte Sachverhalte und gibt die Meinung des/der Autoren wieder.

Wie schon eingangs bemerkt, ist auch in dieser Episode zutiefst augenscheinlich, welche Interdependenzen zwischen NERV, SEELE und UNO und vor allem den Figuren ent- und bestehen. Auch ins Innere der Figuren wird tief geblickt.

  • Kensuke bemerkt – und ist nostalgisch berührt davon – dass die UNO immer noch größtenteils Pre-2nd-Impact-Technologie verwendet. Es scheint, dass weder Mittel noch Wille vorhanden waren, sich weiterzuentwickeln; denn man (i.e. SEELE) brauchte die Mittel für die EVA-Technologie und hatte auch nicht den Willen, die UNO zu stark werden zu lassen. (Dies könnte auch eine dramaturgische Vorausdeutung auf EoE sein, muss sich „MAGI-Japan“ doch seiner „Dependences“ im Ausland erwehren...)
  • "Over the Rainbow", der Name des Hauptschiffes, ist eine Vorausdeutung auf EoE: Rei-Lilith ragt dort am Schluss auch "über den Regenbogen" hinaus. Sieht man sich die Freilegung des Black Moons an, sitzt sie womöglich sogar dort im Pazifischen Ozean, wo die Handlung dieser Folge spielt!
  • Die deutsche NERV-Dependence wünscht, dass der Flottenkapitän den Oberbefehl über Children und Fracht behält, bis zur formalen Frachtlöschung im Zielhafen. Demgegenüber bringt NERV-Japan erst ziemlich zum Schluss das Umbilikalkabel für den neuen EVA mit – wodurch dieser erst (länger als eine Minute) aktivierbar wird. Hier scheint es eine ziemliche Rivalität zwischen deutscher und japanischer NERV-Dependence zu geben.
  • Der Captain besteht auch auf die Einhaltung der deutschen Order. Misato jedoch betont, dass im Notfall, das heißt hier vor allem Engelsattacke, die Befehligung automatisch auf NERV-Japan, in ihrer Person als höchstem anwesendem NERV-Offizier, übergeht. Dies weist nun weiters auf eine schon argwöhnische Rivalität zwischen UNO und NERV hin – welche aber je beide, wenn man so will, „Tochtergesellschaften“ von SEELE sind.
  • Gendo hat, was am Telefon mit Kaji klar wird, von Anfang an befürchtet, dass ein Engel Wind bekommen könnte vom fötalen Adam und aufkreuzen könnte – weshalb Asuka und Nigoki gleichzeitig auf der Geleitflotte sind. Shinji ist als Hilfestellung mit dabei. Aber auch Misato wird als Befehligerin gebraucht, gibt sie doch vor allem gegen Ende die entscheidenden Ideen und Befehle – und gibt, was vielleicht, eingedenk des psychischen Zustands der Children, der sich bislang eher subtil geäußert hat, noch bedeutender ist, am Anfang des Kampfes den Children die entscheidende Motivation = Zuspruch. Man braucht als Evangelion freilich ein Umbilikalkabel für den Dauerkampf: Dieses liefern eben Misato und Shinji an – doch wie schon dargestellt nicht zu früh. Ergo: Ein perfekt abgekartetes Spiel!
  • Kaji ist sowohl Misatos Ex als auch Asukas Schwarm im Sinne von erste große Liebe. In Wahrheit ist er jedoch für beide der Ersatzvater – mit allen seelischen Konsequenzen. (Sadamoto interpretiert es in seinem Manga sogar dergestalt, dass Asuka, den Kampf gegen die Eva Serie zunächst überlebend, nun beim Third Impact ebenso Rei-Liliths Vektor zu sehen bekommt: Und Rei-Lilith formt sich ganz „regulär“ zur liebsten Erinnerung der „Zielperson“: Im Falle Asukas ist dies Kaji – nach Meinung Sadamotos zumindest.)
  • Jedoch passen die drei durchaus zusammen im Hinblick auf ihre Impulskontrollstörung: Kaji frägt Misato nach ihrer jetzigen Beziehung – und Shinji nach ihrer derzeitigen „Bettfähigkeit“, Misato hat sich schon im Renault Alpine und im Yebisurausch „bewährt“, und Asuka achtet auch nicht gerade die Grenzen ihrer Mitmenschen – und nicht die eigenen.
  • Asuka tritt erst auf Tojis übers Deck windbedingt huschende Mütze. Dadurch fällt ihm Asuka auf und er kuckt auf sie. Dann kommt nochmal ein Windstoß, der ihren Rock hochhebt und die Unterhose entblößt. Da Toji gerade zufällig die Augen auf ihr hat und es sieht, bekommt er eine runtergezogen. Quasi provoziert Asuka bei den Anderen ein Verhalten, dass sie dann als Fehlverhalten interpretieren kann, um dann zuschlagen zu können. Sie provoziert Streit und sucht Gelegenheiten, sich abzureagieren – kurz später auch im Engelskampf.
  • Weiters legt sie Dinge nachträglich zu ihren Gunsten aus: Shinjis ohnerlei Vorübung hohe Synchronrate schiebt sie dann darauf, dass sein Shogoki „nur“ ein Testmodell sei, derweil ihr Nigoki der erste „Vollwert-Eva“ d.h. Mit Vollkampfausrüstung. Diese hat er zwar gar nicht mit an Bord – aber auch dies legt sie wieder als besondere Herausforderung aus, worin sie sich beweisen kann. Anders würde sie vieles gar nicht verkraften, wie es scheint.
  • Sie prahlt vor Shinji mit ihrem Eva und ihren Künsten, zunächst verbal. Sie steht dabei auf dem Oberrücken des im schiffseigenen Hangar mit Gesicht nach unten liegenden EVA 02, auf einer Erhöhung, wo das Umbi konnektiert wird. Auf dem Rücken anderer trägt sie quasi ihre Prahlereien aus.
  • Sie lässt ihn auch einen weiblichen (!) Plugsuit ihrer Farbe anziehen, zur hernachigen Belustigung des „Idiotenrestduos“. Vereinnahmung des Mitmenschen ist ein häufiges Symptom der Borderlinekrankheit.
  • Asuka wirft immer wieder deutsche Phrasen hinein. Als sie jedoch ihren Plugsuit festzurrt und alleine mit sich ist, führt sich ein Selbstgespräch und motiviert sich, fast flüsternd, noch einmal selber: Dieses aber auf japanisch! Daraus könnte man folgern, dass sie die deutschen Worte wiederum in erster Linie zur Prahlerei und Aufmerksamkeitserzeugung tätigt.
  • Erst putzt Asuka Shinji runter, seine hohe Synchro sei nichts besonderes. Dann hängt Nigoki regungslos im Meer, und Asuka verlangt von Shinji, er solle gefälligst was machen, er sei doch das „tolle 3rd Children“. Dann nimmt Shinji die Steuerung in die Hand – und Asuka wird auf einmal sauer, wie er denn „dazwischen zu fummeln“ wagen könne. Dieses Hin und Her, diese Erwartung, dass der Mitmensch einem den Bettel abnehmen solle, und bei Erfüllung Schelten darüber, dass das Erwartete nun getan wurde - nachdem man anfangs sogar noch meinte, das Erwartete könnte der Mitmensch gar nicht erfüllen, was man auch nur deshalb so dargelegt hat, weil man die Fähigkeiten des Mitmenschen anders nicht vertragen hätte, die Fähigkeiten, die er nun gefälligst einsetzen solle – kurzum: Diese komplizierte Verschachtelung von (Nicht)Gewolltem und (Nicht)Gesagtem und Hinterher-Andersausgelegten ist auch wieder ein typisches Borderlinesyndrom. Grenzen werden nicht mal im Hinblick auf „Argumentationsstruktur“ wahrgenommen, schlimmstenfalls. „Wasch mir den Pelz und mach mich nicht nass!“ ist ein bekannter darobiger Spruch.
  • Nach längerer Inaktivität regeneriert sich Nigoki grad noch rechtzeitig (typisch inszeniert mit weißleuchtetenden Augen), wodurch Asuka und Shinji gemeinsam (und hier buchstäblich mit Händen und Füßen) Gaghiels Maul öffnen können. Eingedenk von Asukas Aussage in ihrem letzten Kampf gegen die Evaserie, dass nämlich ihrer Mutter Kyoko Zeppelin Soryu sie die ganze Zeit beschützt habe, kann man vermuten, dass Kyoko hier ebenso wie Yui Ikari interveniert.
  • Asukas berühmtes „Anta Baka??“ ist, gemäß der hochkomplexen Verhaltens- und Sprachregeln der Japaner, wo selbst Schulkameraden und gar Familienmitglieder hierarchie- und situationsbedingte Floskeln in höchster Mannigfachheit bereithalten müssen, eine ungeheurerliche Ungestümheit. Ihr sonstiges Verhalten passt da auch hinein. Aber: Auch Tojis Jogginganzug, sogar anstelle einer Schuluniform (!), und Maya Ibukis „Sempai“ gegenüber einem vorgesetzten Offizier (den sie, aus ihrer Sicht, auch noch weinend umarmt in EoE!) sind ähnlich drastische Inszenierungen. Shinjis erstes Betreten von Misatos Wohung mit Schuhen ist, wenngleich, der Gipfel, ziehen doch in Japan selbst Schwerverbrecher auf der Flucht, samt der sie verfolgenden Spezialeinheit, ihre Schuhe aus, wenn eine Wohung oder überhaupt ein neues Gebiet betreten wird. (Dies hat mit dem Shinto zutun: Jede Wohnung hat ihre Schutz-Kami...)
  • Am Ende bezeichnet Kaji noch Embryo-Adam als Schlüssel zum HIP. Dies wird dann in EoE wörtlich inszeniert: Gendo, mit Adam in seine Hand implantiert, lässt Rei's Körper nun die ganze Hand absorbieren. Nun ist Rei in der Lage, da schon längst Liliths Seele in Gänze intus habend, und nun auch Adams, den TI zu vollziehen. Zu diesem Zweck schwebt sie auch in Liliths alten Körper zurück – die berühmte „Ich bin zuhause“-Szene. Gemäß der NGE-Kabbalah-Darstellung wird nun der „Horizont zur Unendlichkeit“ überschritten, und das Tor zu diesem Horizont hat Gendo, mit, wortwörtlich, Adam als Schlüssel in seiner Hand, aufgeschlossen. (Diese in doppelter Hinsicht Schlüsselszene wird im bekannten Elfen Lied-Prolog wieder aufgegriffen, wenn auch, leider, im Vergleich sehr plump: Lucy ist wie Lilith aufrecht gefesselt mit Maske, und dieser Fesseln entledigt sie sich, indem sie den zugehörigen Schlüssel vor sich emporschweben lässt. Ihre nunmehrige Auskehr aus dem „Elfen Lied-HQ“ ähnelt denn auch unübersehbar der Einkehr der JSSDF ins NERV-HQ. Auch gibt es dabei mehrere abgetrennte Arme und Köpfe. Elfen Lied sollte so beginnen, wie Evangelion aufgehört hat – und jeder sollte es auch merken.)


Bewertung[Bearbeiten]

Achtung, Interpretation! Interpretation

Der folgende Abschnitt beschreibt nicht allgemein anerkannte Interpretationen und gibt die Meinung des/der Autoren wieder.

  • Konkurrenzdenken zwischen Subunternehmen, obwohl oder vielmehr weil alle eigentlich zur selben "Mutter" gehören, sind auch und gerade im echten Leben ein problembeladenes Phänomen.
  • Die allermeisten Armeen der Welt haben, aus Geldmangel, zutiefst veraltete Waffen bzw. teils auch die Wehrpflich ausgesetzt - auch ohne dass eine "SEELE-hafte Konspiration" dahinterstecken würde.
  • Gaghiel „fährt“ zunächst unter der Wasseroberfläche entlang. Er rammt dabei mehrere Schiffe. Dies hat doch Ähnlichkeit mit den U-Boot-Gefechten der Alliierten gegen die deutschen U-Boote. Man bedenke: Hiroshima und Nagasaki sind noch wie vor ein Trauma für Japan; daher ist auch der rege Gebrauch von Schiffsnamen (Ayanami, Langley und Soryu, vorher schon Bismarck und Yamato) durchaus Intention; und die Reminiszenz an jene „Rudelkämpfe“ wohl ebenso.
  • Auch war der Pazifische Ozean, aus Japans Sicht, Hauptschauplatz der Zweitweltkriegsgefechte gegen die Alliierten. Douglas McArthurs ursprünglich geplante Invasion Japans hätte sich unter anderem dort vor Yokosuka und Tokio abgespielt.
  • Kajis Erotomanie und Asukas Furiosität sind wie die Probleme aller anderen Charas, traumatologisch gesehen, alles mehrere Seiten derselben Medaille.
  • Asuka ist vordergündig die Verbildlichung des Klischees, welches die Japaner von den "Gaijin" (Ausländern) haben - hintergründig ist sie ein deftiger Seitenhieb gegen die Japaner selber.
  • Elfen Lied scheint, wie viele Nach-NGE-Werke, in Auseinandersetzung mit NGE und vor allem EoE entstanden zu sein.
  • Asukas überraschendes Auftauchen und Sichvorstellen vor der Klasse - durchaus üblich im japanischen Schulalltag - wurde im "Evangelion-Nachfolger" Madoka Magica (2011-13+) zu einem ganz zentralen (extrem komplexen) Leitmotiv weiterentwickelt. Auch "Die Melancholie der Haruhi Suzumiya" (2003+) beginnt auf diese Art, allerdings plotbedingt modifiziert: Haruhi stellt sich in Episode 01 der Klasse vor und macht ihren berühmten Ausspruch, dass sie allein Aliens und außergewöhnliche Wesen treffen wolle und einfache Kreaturen sie nicht interessieren (womit sie sich selber anlügt). Da es sich aber um den regulären Anfang des Schuljahres handelt und nicht um einen verspäteten Transferschüler (und Haruhi es anfangs gar nicht einsehen würde, vor und für "gewöhnliche Kreaturen" einen Extra-Aufwand zu betreiben), tätigt sie ihre Floskel von ihrem Platz aus, von dem sie sich lediglich erhebt.
  • Auch die Phrase "Over the Rainbow", wie sie auf End of Eva vorausdeutet, wurde in Madoka Magica wortwörtlich aufgegriffen. Im "End of Eva" Madoka Magicas, dem Film "Rebellion Story" (2013), färbt sich kurz vor dem wahrscheinlichen Weltuntergang der vermeintliche Himmel in Regenbogenfarben, und die Vögel kreisen unter dieser Kuppel wie die EVA-Serie über dem Kopf von Asuka/Nigoki.



„Neon Genesis Evangelion“-Episoden
01: Angriff der Engel | 02: Das Ungeheuer | 03: Ein neuer Schüler | 04: Das Stachelschwein-Dilemma | 05: Rei I
06: Rei II | 07: Menschenwerk | 08: Asuka schlägt zu! | 09: Wer nicht tanzt der nicht gewinnt | 10: Magmataucher
11: Der Tag, als Tokio-3 still stand | 12: Der Preis eines Wunders | 13: Der Engel im System | 14: SEELE: Thron der Seelen
15: Lüge und Verschweigen | 16: Zwischen Leben und Tod | 17: Fourth CHILD | 18: Im Zwiespalt | 19: Introjektion
20: Essenz der Seele | 21: Die Geburt von NERV | 22: Psycho-Attacke | 23: Rei III - Tränen
24: Anfang und Ende - Der Letzte Botschafter | 25: Liebst du mich? | 26: Sei gut zu dir selbst
End of Evangelion
25: Air | 26: My Purest Heart for You