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Death and Rebirth

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Neon Genesis Evangelion: Death & Rebirth (jap. 新世紀エヴァンゲリオン 劇場版 DEATH & REBIRTH シト新生, Shin seiki Evangelion Gekijō-ban: Death & Rebirth Shito shinsei) ist ein Anime-Film aus dem Jahr 1997. Es ist der erste Film zur Fernsehserie Neon Genesis Evangelion.

Der Film besteht aus zwei Teilen. Der erste Teil, Death, zeigt einen 67-minütigen Neuzusammenschnitt von Szenen aus den ersten 24 Folgen der Serie mit einigen neuen Szenen. Der zweite Teil, Rebirth, entwickelt die Handlung nach Folge 24 in 27 Minuten weiter, hat jedoch kein Ende, da zum Kinostart des Films die Produktion noch nicht beendet war. Die vollständige Version von Rebirth, die eine Länge von 40 Minuten hat, ist Teil des zweiten Neon Genesis Evangelion-Films Neon Genesis Evangelion: End of Evangelion. Dieser kam vier Monate nach dem ersten Film in die Kinos.

Handlung[Bearbeiten]

Death[Bearbeiten]

Death ist eine Neubearbeitung der Fernsehserie. Die Szenen daraus werden in neuer Abfolge gezeigt und es wurde eine Rahmenhandlung dazugefügt. In diesen neuen Szenen kommen nacheinander Shinji Ikari, Asuka Sohryu Langley, Rei Ayanami und Kaworu in einen Raum, der einem Theater ähnelt. Dort stimmen sie nach ihrem Eintreffen verschiedene klassische Musikstücke an, am Ende spielen sie alle gemeinsam.

Zwischen dem Eintreffen der vier werden die Szenen aus der Serie gezeigt. In diesen Szenen gibt es nur selten und geringe Unterschiede zur Serie, so hört man am Ende der Szene, in der Kaji erschossen wird, keinen Schuss, sondern ein Klatschen. Auch einzelne Texteinblendungen kamen hinzu. Außerdem sieht man nach der Entfernung der Lanze des Longinus aus Lilith durch Rei, dass Liliths Beine nachwachsen.

Death endet mit der vorletzten Szene der 24. Folge, in der Shinji Kaworu im Terminal Dogma besiegt. Danach folgt ein Abspann.

Rebirth[Bearbeiten]

Rebirth beginnt nach der 24. Folge und zeigt eine Alternative oder eine andere Sichtweise auf die Ereignisse danach.

In dieser wird NERV durch die JSDF angegriffen. Dies wurden von SEELE veranlasst. Während der Schlacht wird die Geofront offengelegt und die japanischen Streitkräfte dringen bis ins Central Dogma ein. Asuka trotz ihres schlechten gesundheitlichen Zustands in EVA02 im See in der Geofront versenkt, um sie zu schützen. Shinji hat sich im NERV-Komplex versteckt, ist in Gefahr und wird von Misato Katsuragi gesucht. Rei ist verschwunden.

Dann gelingt es Asuka EVA02 wieder zu aktivieren, sodass sie gegen die JSDF kämpfen kann. Doch taucht dann unvermittelt die EVA-Serie auf, die von SEELE kontrolliert wird.

Musik[Bearbeiten]

Während Death werden verschiedene Musikstücke angestimmt. Shinji beginnt mit Suiten für Violoncello solo Nr. 1 von Johann Sebastian Bach. Währenddessen werden die Credits eingeblendet, Shinjis Spiel bildet den Vorspann.

Nach etwa einem Viertel von Death spielt Asuka den Anfang der Partita III für Violono Solo von Johann Sebastian Bach. Nachdem Rei den Probenraum betreten hat, übt sie nur etwas. Nach Kaworus Ankunft stimmen sie den Kanon in D von Johann Pachelbel an, der zu den weiteren Szenen überleitet. Als Abspann von Death wird dieser wieder gespielt, von einem Streichorchester in einer 5 Minuten langen Version.

Als Abspann von Rebirth diehnt Tamashii no Refrain von Yōko Takahashi.

Motivation[Bearbeiten]

Der Film wurde vermutlich vorallem deswegen produziert, weil das Ende der Fernsehserie viele Fragen offen ließ, viele Fans dieses Ende als unbefriedigend oder enttäuschend empfanden und daher ein neues Ende forderten. Der Regisseur und Drehbuchautor Hideaki Anno wollte ursprünglich keine weiteren Filme produzieren, sondern das Ende der Serie so stehen lassen. Death beleuchtet durch die neue Zusammenstellung der Szenen die Hauptcharaktere neu.[1]

Veröffentlichungen[Bearbeiten]

Death and Rebirth lief am 19. März 1997 in Japan in den Kinos an. Der Film spielte in Japan 1,1 Milliarden Yen ein.[2] Später erschien der Film unter anderem in den Vereinigten Staaten auf DVD. Auf Deutsch erschien Death & Rebirth im August 2005 bei Panini auf DVD.

Bei der Ausstrahlung des Filmes im japanischen Fernsehen wurden die neuen Szenen entfernt. Die entstandene Version nannte man Death(true).

Interpretation und Theorie[Bearbeiten]

Probenraum[Bearbeiten]

Achtung, Theorie! Theorie

Der folgende Abschnitt beschreibt umstrittene oder nicht abschließend geklärte Sachverhalte und gibt die Meinung des/der Autoren wieder.

Der Raum, in den nacheinander Shinji, Asuka, Rei und Kaworu kommen, gleicht dem, in dem mehrer Shinjis Traumszenen in den Folgen 25 und 26 spielen. Die Szenen im Film scheinen aber einige Zeit vor den Ereignissen dieser Folgen zu spielen. Es ist möglich, dass dieser Raum in der Schule tatsächlich existiert und als Vorbild für Shinjis Traumszenen gewirkt hat. Ob er sich darin öfters aufhielt, kann man nicht sagen. Ein Treffen wie es im Film stattfindet, kann aber so nicht vorgefallen sein, da Kaworu nicht auf die Schule gegangen ist und sich für eine solche Probe keine Möglichkeit ergab. Möglicherweise sind die neu eingefügten Szenen in Death ein weiterer Traum Shinjis, in dem er sich an die vergangenen Ereignisse erinnert. Das würde auch die verdrehte Reihenfolge erklären, jedoch nicht, weshalb Geschehenisse auftauchen, die Shinij nicht selber miterlebt hat.

Kabbala[Bearbeiten]

Achtung, Interpretation! Interpretation

Der folgende Abschnitt beschreibt nicht allgemein anerkannte Interpretationen und gibt die Meinung des/der Autoren wieder.

Die Gestaltung des Films Death erinnert stark an die Arbeitsweise der Kabbalisten und deren Auffassung von der Tora. In Death werde die Elemente der Serie vor Allem neu angeordnet, neue Szenen kommen kaum hinzu. Diese geben auch kaum Handlungsinformationen. Trotzdem können sich dem Zuschauer neue Zusammenhänge erschließen, allein, da durch die andere Anordnung weitere Verbindungen der Ereignisse und Charaktere offensichtlich werden oder überhaupt erst (scheinbar) möglich, da man zuvor vielleicht nciht in die eine oder andere Richtung zu denken vermochte.

In der Kabbala wird versucht, aus der Tora neue Weisheitn oder Wege zu Gott herauszulesen. Dabei bediehnt man sich nicht nur der offensichtlichen Bedeutung der Worte, sondern sieht auch die Möglichkeit, Worte und Buchstaben anders anzuordnen. Dies wäre möglich, da die Tora nur eine Erscheinung einer bereits vorher Entstandenen ist. Es wäre möglich, dass die Buchstaben ihren Standort wechselten oder neue, zuvor nciht bekannte, dazukämen, wenn denn die Zeit reif wäre. Die Tora ist immer solange die Tora, wie sie die selben Buchstaben und Lücken (wegen der möglicherweise weiteren Buchstaben) in gleicher Anzahl enthält.

Dies kann man nun, da Hideaki Anno sicher gute Kenntnis von der Kabbala hatte, auf Death anwenden. Hier wird ähnlich verfahren wie in der kabbalistischen Lehre und durch Neuanordnung der Komponenten eine andere Sichtweise neue Erkenntnisse offenbart. Insgesamt repräsentiert der erste Teil des Films dennoch die Serie, ist mit ihr in gewisser Weise gleich.

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Death and Rebirth bei evangelion-armageddon.com
  2. Motion Picture Producers Association of Japan, Inc.